Detektei Baden-Baden

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Die Detektivgeschichte aus der Detektei Baden-Baden

 

Hohenbaden
Bernhard III.Russische Kirche Kurhaus
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Das kleine Hotel in Baden-Baden

Mohammad, der Erbe aus Muscat


Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war Paris die „Winterhauptstadt“ Europas, und Baden-Baden wurde zur „Sommerhauptstadt“, vornehmlich durch die vielen „hoch herrschaftlichen“ Gäste. Die Stadt war aber bereits seit 1306 Bäderstadt – die Thermalquellen wurden mit höchstherrschaftlicher Genehmigung des damals regierenden Fürsten Markgraf Friedrich II. genutzt. Und bereits 1507führten clevere Verwaltungsleute die erste Kurtaxe ein, und schon damals gab es den ersten Kurdirektor. Wie sich die Bilder gleichen: wenn es um die Gesundheit geht, gaben die Menschen schon immer viel Geld aus. Seitdem gehört der Kurbetrieb nahezu ununterbrochen zum täglichen Leben der Stadt.

Der Doppelname „Baden-Baden“ entstand offiziell im Jahre 1931, während im Volksmund diese Bezeichnung der vornehmen und von echtem und reichem Adel geprägten Stadt schon seit dem 19. Jahrhundert inoffiziell in Gebrauch war, zur Unterscheidung der Stadt von den gleichnamigen Baden bei Wien und Baden in der Schweiz. Als dann im Jahre 1950 die Spielbank wieder eröffnet wurde, war wieder fast „Normalität“ eingekehrt. Die Stadt war für viele Jahre Hauptquartier der französischen Truppen in Deutschland,  und die Stadt wurde eine bedeutende  Rundfunkstadt in Südwestdeutschland, und ist es bis heute geblieben.                                                                                   

Baden-Baden war im 2. Weltkrieg glücklicherweise nur wenig beschädigt worden. Somit war die Stadt ein funktionierender Kurort geblieben. Die früheren Kurgäste haben der Stadt durch ihr literarisches Schaffen mehrfach Denkmäler gesetzt: so zum Beispiel Dostojewski mit seinem Roman „Der Spieler“, oder Iwan Turgenew  mit dem Roman „Rauch“, in dem er das Leben der russischen Adeligen in der mondänen kleinen Stadt beschreibt und karikiert.

Der Besitzer eines der kleinen, aber feinen Hotels im gepflegten Umfeld der Stadt wollte mal nachprüfen, was sein Hotel denn so wert war. Er hatte manchmal Gäste auch aus den  arabischen Ländern, die ja bekanntlich viel Geld haben. Die Araber waren Stammgäste in Iffezheim, wenn die Galopper dort ihre hochklassigen Rennen austrugen. Die arabischen Gäste kamen sehr oft mit grossem Anhang, mit grossen Familien, aber auch mit viel Dienstpersonal. Da hätte so ein kleines – ja, manchmal auch ein mittelgrosses Hotel – gar keine weiteren Gäste gebraucht, um komplett ausgebucht zu sein.

Manchmal besuchte ihn einer seiner Stammgäste auch allein, wenn der in Frankfurt zu tun hatte, und dann machte er gern einen kleinen Wochenendausflug nach Baden-Baden.  Als Mohammad aus Muscat im Oman wieder einmal bei ihm eintraf, ergab sich ein gemütlicher Abend im Büro des Hoteliers, zusammen mit seinem arabischen Gast. Was nur wenige wussten: Mohammad trank gern schon mal einen Schoppen Wein, was er in Oman durchaus auch tat – nur, da war das ein wenig verpönt, wenn es auch  nicht so strikt verboten war wie in Kuwait oder in Saudi-Arabien.  Die beiden sassen also zusammen im Büro, und der Hotelbesitzer klopfte mal ganz vorsichtig an, wie es denn so wäre mit einer käuflichen Übernahme des Hotels. Mohammad war in guter Stimmung, er liess durchblicken, dass es ihn durchaus reizen könnte, zumal er einige Freunde habe, die sich in England solche kleine Hotels gekauft hatten und das genossen. Der Gedanke, dass man sich in einem solchen „Nest“ ein wenig „Freiheit“ nehmen könne, der Gedanke kam dem sittenstrengen Omani nicht.  Ja, das wäre mal ganz interessant, der Hotelbesitzer solle doch mal ein Angebot machen...
Nun, der Hotelier war ein besonnener Mann, und bevor er viele Details aus der Hand gab, wollte er erst einmal wissen, ob der gute Freund aus Muscat  im Oman denn so solvent war wie er gern durchblicken liess. Er rief uns, die A&B Detektive an und erteilte uns einen interessanten Auftrag: wir sollten die Hintergründe über die Familie Mohammads herauskriegen, was er so tat – sowohl im Oman als auch dann, wenn er in Deutschland zu tun hatte. Ein umfassender Ermittlungsauftrag war das, wie man ihn gern mal annimmt.    

Wir wussten ungefähr, mit wem Mohammad zu tun hatte, wenn er in Frankfurt war, und wir begaben uns auf die Suche nach seinen Geschäftspartnern. Sodann wurden die Fühler nach Muscat ausgestreckt – wir konnten nicht hinreisen, sondern baten eines unserer Partnerbüros in Dubai, was gerade  mal „um die Ecke“ liegt und von wo aus man mit dem Auto nach Muscat fahren kann, mal genau hinzusehen.

Ja, die Auskünfte waren nicht allzu rosig – Mohammad stammte zwar aus einer alt eingesessenen Omanischen Familie, aber sein Vater, der alte Herr, sass fest auf dem Vermögen, und bevor das Vermögen nicht an die Erben verteilt wäre, könne man nicht davon ausgehen, dass Mohammad so viel „Bares“ besitzen würde, dass er sich so ein kleines Hotelchen kaufen könne.  Man riet uns zur Vorsicht….

Wir meldeten unserem Auftraggeber, was wir erfahren hatten, und der war ganz froh, dass er sich diese Heidenarbeit nicht machen musste, ein ausführliches Angebot zu  erstellen. Und bei Licht besehen: je mehr er darüber nachdachte, desto weniger Lust verspürte er, sein geliebtes Hotel abzugeben…

Er beliess es dabei, nahm den Ball nicht mehr auf, und auch Mohammad kam nicht mehr darauf zu sprechen, als der nach einigen  Monaten nochmal nach Baden-Baden kam.

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