Detektei Düren

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Die Detekteigeschichte aus der Detektei Düren

Düren ist eine uralte Stadt im Westen des Rheinlandes. Der Vater Karls des Großen hiess Pipin und hatte sinnigerweise den Beinamen „der Kleine“ – und beide, Pipin und Karl, waren oft in Düren – Aachen ist ja auch nicht weit entfernt.
Ab 1501 wurde als Pilgerfest die „Annakirmes“ in Düren begründet, auch heute wieder gefeiert wird. Seit 1974 findet im Rahmen der Annakirmes die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken statt. Der Weltrekord der Männer liegt seit 2003 bei 21,71 Metern, die Damen schafften bisher ihren Weltrekord mit 15,24 Metern.

In einer Stadt dieses ehrwürdigen Alters wurden natürlich auch Fundstücke entdeckt, die aber meistens  in den zahlreichen Kirchen, Klöstern und Museen aufbewahrt werden.
Ganz wenige Fundstücke aus der römischen Zeit werden aber auch in einigen Privatwohnungen aufbewahrt – es gibt unterschiedliche Annahmen, wie das passiert sein könnte, dass diese erlesenen Stücke nicht in den Museen lagern – es gibt eine plausible Erklärung: nach dem verheerenden Luftangriff am 16.11.2944, bei dem die Stadt Düren total zerstört wurde, konnten nicht von allen Fundstücken die rechtmäßigen Besitzer ermittelt werden.

Bei einem „Routineeinbruch“ in einer der alten Villen ausserhalb der Stadt, die bei dem Angriff nicht zu Schaden gekommen waren, wurden auch einige der alten römischen Glasbehältnisse entwendet. Den Dieben wären die Teile sicher nicht aufgefallen, wenn die Besitzer (oder Verwalter) diese Teile nicht in besonders kostbar aussehenden Behältern aufbewahrt gehabt hätten. So kam es, dass die historischen Stücke also auch mitgenommen wurden. Die Diebe waren zwar enttäuscht von dem Fund, waren aber erfahren genug und zerstörten nichts. Sie fragten einen ihnen beruflich verbundenen Hehler, und der kannte jemanden, der sich auskannte….

So wurde vereinbart, dass an dem Samstag, an dem während der Annakirmes traditionsgemäß das Kirschkernweitspucken stattfinden würde, eine Besichtigung der Diebesgüter durch einen Kunstsachverständigen durchgeführt werden sollte. Warum so kompliziert? Nun, die Annakirmes lockt mehr als eine Million Besucher an, da fällt es nicht auf, wenn selbst höchst aufmerksam gesuchte Gäste sich in der Stadt unter das Volk mischen.

Bedenklich allerdings war, dass die beiden Gruppen, die sich treffen sollten, sich noch gar nicht kannten, und deshalb war zwar das Gedränge während der Annakirmes eine gute Tarnung, aber schwierig war es doch!

Die, bei denen die römischen Gläser schon schwer wogen, weil sie es eigentlich gewöhnt waren, ihre Waren schneller loszuwerden, die wussten nur, dass der eine der beiden Kunstsachverständigen angeblich gross und hager war, und der andere klein und etwas rundlich – und beide seien so ungefähr 50 Jahre alt.  Gut, dass das Treffen genau am Rurdammweg, auf dem Polizeihunde-Sportplatz, verabredet war – wenigstens der Treffpunkt war unzweifelhaft.

Fritz und Franz, die beiden, die die wertvollen Gläser bei sich hatten, liefen über den Platz und suchten nach den beiden Männern, mit denen sie verabredet waren.

Was sie nicht ahnten: zwei Ermittler von A&B Detektive, auf die die Beschreibung für die beiden „Kunstsachverständigen“ ebenfalls ganz gut passte, sie waren sozusagen Doppelgänger voneinander, liefen ebenfalls über den Spuckplatz in Düren. Sie beobachteten die Menge Leute, die sich versammelt hatten, und sie hatten einen Ermittlungsauftrag. Sie suchten zwei „Kunstsachverständige“ – es hört sich kitschig an, ist aber so – ohne es zu wissen, wurden die Hehler von zwei Gruppen von Leuten gesucht! Und das Glück war uns allen hold: Fritz und Franz, die beiden Einbrecher, sprachen ausgerechnet unsere Ermittler an – nun, wer konnte so etwas ahnen! Unsere beiden Männer schalteten blitzschnell, taten so, als wären sie die, für die Fritz und Franz sie hielten, und begaben sich in ein „Einkaufsgespräch“. Um nicht in aller Öffentlichkeit aufzufallen, verzogen sich die vier Männer in eine entfernte Ecke des Hundesportplatzes – so konnten die „echten“ Kunstkennen sie nicht so leicht entdecken – denn die wären ja wohl auch auf der Suche auf dem Platz unterwegs.    
Fritz und Franz schilderten detailliert, wie sie an die Kostbarkeiten gekommen waren, die es zu bewerten galt – es war ungewollt ein perfektes Geständnis – und einer unserer Männer hatte unbemerkt sein hochempfindliches Diktiergerät eingeschaltet – das Mikrophon steckte in seiner Hemdentasche. Wie nur kriegen wir Fritz und Franz dazu, uns die Gläser auszuhändigen? Nun, unsere beiden Männer fingen an, den beiden Dieben den Wert der gestohlenen antiken Gläser klein zu reden – und sie erzählten, da wäre der Vorbesitzer wohl etwas euphorisch gewesen, hätte den Wert der Gläser höher eingeschätzt als er war. Sie sollten uns die Gläser mal überlassen, wir müssten die Dinge genauer untersuchen. In der Zwischenzeit sollten sie uns ihre Mobiltelefonnummer sagen, da sie ja wohl kaum eine feste Adresse angeben möchten. Und – es klappte! Wir kriegten die Gläser – „zu treuen Händen“ und die Telefonnummer dazu. Triumph!

Dann hatten wir es plötzlich sehr eilig wegzukommen, denn nun wollten wir unseren Doppelgängern auch nicht mehr begegnen – das könnte gefährlich werden. Fritz und Franz wollten auch unsere Telefonnummern haben – wir redeten uns damit heraus, wir müssten sehr vorsichtig sein und so weiter – und damit verschwanden wir in Richtung Parkplatz, stiegen in unser Auto – und fuhren schnell davon.

Unsere Aufgabe war nun etwas delikat: wir hatten einen Fall gelöst, den wir gar nicht zu lösen hatten, aber einfach höflich bei den Leuten zu klingeln: „Guten Tag, wir haben Ihre gestohlenen Gläser gefunden!“ – das ging uns gegen den Strich. Also überliessen wir unserem Chef diese Angelegenheit, uns einen Auftrag zur Wiederbeschaffung der gestohlenen Gläser zu besorgen – was er mit einigem Geschick auch schaffte.

Auf beiden Gelegenheitsdiebe Fritz und Franz hetzten wir die Polizei – die schnappten sich die Jungs, nachdem sie die beiden vorher unter einem Vorwand anhand der ihnen übergebenen Telefonnummer zu einem Treffen überredet hatten -  mit dem sauber abgeschriebenen Wortprotokoll von uns als deren Geständnis in der Hand.  

Die Besitzer der römischen Gläser haben sich sehr gewundert, wie schnell die A&B- Detektive die kostbaren Stücke wiederbeschafft haben, hatten sie doch gerade erst den Auftrag dazu erteilt - und sie zahlten eine großzügiges Honorar.

Die beiden echten „Kunstsachverständigen“ tauchten irgendwo unter – jedenfalls haben wir sie nicht mehr wieder gesehen.

 

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