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Die Detektei A&B Detektive | Einsatzort Friedrichshafen *

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Die Detektive unserer Teams bestehen aus erfahrenen Ermittlern, denn "Erfahrung schafft sichere Ergebnisse". Jeder einzelne Auftrag wird ermittlungstechnisch mit den jeweils aktuellem strategisch- und technischem Ermittlungs-Know-How durchgeführt.

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Die Detektivgeschichte aus der Detektei Friedrichshafen *

 

 Schlosskirche
 Seehasen Fanfarenzug Zeppelin 1916
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Flugzeugbauteil aus dem Ural am Bodensee verschwunden

Gebt dem Nachwuchs eine Chance

Das „Schwäbische Meer“, oder für Englischsprechende: „Lake of Konstanz“  - so heisst der Bodensee, dieser klimatisch so besondere Platz am Nordrand der Alpen. Es gibt ein interessantes Phänomen, das kluge Geographen ausgerechnet haben: wenn jemand am Bodensee  von Südosten nach Nordwesten schauen wollte, zum Beispiel von Bregenz nach Konstanz, würde er wegen der Krümmung der Erde das andere Ufer nicht sehen können: auf dieser Strecke ist die Erdoberfläche um 80 Meter aufgewölbt.  Diese Wölbung existiert natürlich nur deshalb, weil es sich beim Bodensee um eine Wasseroberfläche  handelt – bei festem Land wäre die Erdkrümmung nicht so ohne weiteres feststellbar. 

Weil der See als Wärmespeicher funktioniert,  gibt es im Winter häufig Nebelwände. Dadurch wird die Seeschifffahrt  manchmal  in schwierige Situationen gebracht. Die  Grenzpolizeidienststellen der deutschen, schweizerischen und österreichischen Behörden am Bodensee sind  - auch und vor allem wegen des Nebels - für ihre vorbildliche Zusammenarbeit berühmt. Der Nebel war immer gut für Schmuggler, die  schnelles Geld machen konnten  - oder auch,  um mal ganz schnell zu verschwinden, wenn es dringend nötig war.

Die hochtechnisierte Industrie in der Gegend am Bodensee ist attraktiv für Fachleute mit höchsten Ausbildungsgraden. Da, wo der Zeppelin konstruiert wurde, da, wo Vater und Sohn Maybach für den „Alten vom Bodensee“ – so hiess der Graf im Volksmund - eine Maschinenfabrik gebaut haben, da ist hi-tech vom Feinsten zu Hause.

Die Besucher aus dem russischen Flugzeugbauzentrum am Ural befanden sich seit etlichen Jahren in enger kollegialer Zusammenarbeit mit einem der kleinen, aber feinen Zulieferbetriebe am Bodensee. Es war nicht ganz einfach, die Art der Zusammenarbeit genau zu beschreiben, wenn auch die Entwicklung nicht geradliniger hätte sein können: vor der Wende Ende der 1990er Jahre war der Kontakt eher als scharfe Konkurrenz definieren, da war das Labor in der damaligen Sowjetunion noch ein „All-Unions-Forschungsinstitut“, nach der politischen Umwandlung in Russland wurde eine vorsichtige Zusammenarbeit daraus, sodann entwickelte sich eine Art der konstruktiven Kollegialität – und inzwischen waren die Ingenieure vom Bodensee und aus dem Ural enge Freunde und Kollegen geworden – die fachliche Qualifikation beider Seiten war ohnehin unbestritten. Entwicklungsaufträge gingen hin und her – und wer gerade die besten Ideen hatte und wer dazu Zeit hatte – der machte was aus der Idee.

Ja, und nun waren die Freunde aus Russland wieder am Bodensee, zu einer Arbeitskonferenz – und bemerkenswert daran war: die Arbeitssprache war Englisch – wohl auch hauptsächlich, weil die wesentlichen Dokumente im Internet so wie so in Englisch waren, dann zitierte man auch gern wörtlich – und es war nicht mehr erforderlich, komplizierte Übersetzungen anzufertigen.   

Konkret war ein Novum eingetreten: die Russen hatten einen Prototypen eines von ihnen entwickelten neuen optisch-mechanischen Sensors für die Partikelmessung  in der Luft, besonders in grossen Höhen, mitgebracht – ein besonders wichtiges Teil für ein geplantes Forschungsprojekt. Die Russen hatten über viele Jahrzehnte eine Meisterschaft ohnegleichen darin entwickelt, Geräte und Instrumente zu bauen, die zwar hochpräzise arbeiteten, die aber trotzdem verblüffend robust und preiswert in der Herstellung waren. Zu dieser Kategorie gehörte dieser Sensor, und er war ein feinmechanisch-optisches Meisterwerk.

Und nun war das gute Stück verschwunden. Der Ingenieur, der es in seinem Handgepäck an Bord im Flugzeug mitgebracht hatte, hatte das Teil in seinem Hotelzimmer auf den Tisch gestellt und war zum Frühstück gegangen. Als er danach seine Sachen zusammenpacken wollte, um zu den Partnern zu gehen, da war das gute und teure Stück, weshalb man ja überhaupt an den Bodensee gekommen war, weg, verschwunden, fort, hatte sich in Luft aufgelöst – oder sonst was. Größte Katastrophe – so empfanden alle Ingenieure, denen der Unglücksrabe sein Pech mitgeteilt hatte, diese Geschichte.

Sofort gingen die Gedanken in alle Richtungen. Der Chefingenieur fuhr selbst ins Hotel, in dem die Gäste wohnten, um die Leute dort zu befragen – aber da wusste niemand was von einem solchen Verlust. Ein Verdacht kam auf, ob es sich um Industriespionage handeln könnte und ein böser Dieb aus einem fremden Land das Teil geklaut hätte, und ob dieser Dieb vielleicht sogar wie im Kriminalfilm mit einem schnellen Motorboot über den Bodensee herangekommen sein könnte – die Gerüchte schossen ins Kraut – bis schliesslich der besonnene  Chefingenieur der wilden Diskussion ein Ende bereitete und den Vorschlag machte, die A&B-Detektive anzurufen und deren Ermittlungserfahrung zu nutzen.   

So wurde es gemacht. Unsere Ermittler, ortskundig und des Schwäbischen durchaus mächtig – was wichtig ist, wenn man mit den Leuten vor Ort reden will - kamen relativ schnell an den Ort des Geschehens. Sie „nahmen Witterung auf“, und machten einen Kriegsplan - den im Detail wir hier nicht aufdecken wollen.

Einen Grund, in dieser Situation zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten, gab es noch nicht, dann was sollte angezeigt werden? Der Verlust eines kleinen technischen Gerätes – ja – war es gestohlen, verloren – haben Sie ein Foto – ja, doch kein Foto einer so hochsensiblen Neuentwicklung in eine offizielle Anzeige einfügen, wenn niemand weiss, was wirklich passiert ist! Später – ja, aber dazu war es einfach noch zu früh.

Der wichtigste Weg, den unsere Ermittler einschlugen, war die Erkundigung im Hotel. Das gesamte Personal wurde befragt, aber ohne Ergebnis.
Wichtig war auch die Tatsache, dass das Hotel seinen Empfangsbereich durch Überwachungskameras hatte bewachen lassen – es konnte durchaus vorkommen, dass der Empfangschef nicht immer am seinem Tresen war, dann konnte er oder ein anderer Hotelmitarbeiter auf dem Monitor sehen, was im Hoteleingangsbereich  ablief. Wir wollten feststellen, ob sich vielleicht der Verdacht bestätigen könnte, dass irgendwer von aussen während der Frühstückszeit das Hotel betreten und das kostbare Teil entwendet hätte. 

Deshalb sahen wir uns die Filme der Überwachungskameras – mit Erlaubnis der Hotelleitung – aufmerksam an. Nein, es war kein Fremder mit dem rasanten Rennboot oder gar mit dem schnellen Motorrad in das Hotel gekommen.

Die Lösung des Problems war ganz anders, aber es war ein wenig Knobelei nötig.

Wir schafften das verlorengegangene  hi-tech – Teil aus Russland innerhalb der folgenden zwei Stunden herbei, und zwar – aus dem ortsansässigen Kindergarten. Wie bitte?

Während nämlich der russische Flugzeugspezialist sein Frühstücksei zu sich nahm, war das Reinigungspersonal bereits aktiv, die Zimmer aufzuräumen. Eine der jungen Frauen aus dem Reinigungsdienst hatte morgens – wie jeden Tag – ihren fünf Jahre alten Sohn mitgebracht, den sie nach Beendigung des Hoteldienstes im Kindergarten abliefern würde. Auf dem Film sahen wir, dass die Frau mit ihrem Jungen das Hotel verliess – und das Kind hatte etwas in der Hand, was man auf dem Film nicht genau erkennen konnte – aber beim Vorbeigehen reflektierte irgendwas an dem Teil, das der Junge bei sich hatte. Wir erkundigten uns nach dem Kindergarten, wo der Junge war – und fuhren hin.
Der Junge war schnell gefunden, und siehe da: in seiner Spielecke lag der „optisch-mechanische Sensor“, den er gesehen hatte, als er mit seiner Mutter unterwegs im Hotel war, als sie die Zimmer aufräumte.  Das Teil war so klein und schick – und ein kleines Fernrohr war auch dran. Die Versuchung war einfach zu groß, und der Junge war schon immer von technischem Spielzeug fasziniert.

Die Mutter hatte nicht darauf geachtet, was der Sprössling in der Hand hatte, als sie ihn zum Kindergarten brachte – dass er das aus dem Hotelzimmer mitgenommen hatte – das hätte sie niemals vermutet – er hatte es auch geschickt zu verstecken verstanden.

Ende gut – alles gut. Die von Natur aus sehr kinderfreundlichen  Russen lachten erleichtert, als sie ihr neues Messgerät unversehrt wieder hatten – sie erkannten, dass man ein so wichtiges Teil nicht offen herumliegen lassen sollte.
Von Bestrafung war keine Rede – und am Ende überlegten Igor und Pjotr, ob sie dem Jung-Ingenieur nicht für später einen Ausbildungsplatz in ihrem Entwicklungszentrum anbieten sollten… 

Aber dazu war noch ein wenig Zeit, bis so etwas spruchreif würde.

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