Detektei LudwigsburgNehmen Sie auch gern persönlich mit uns Kontakt auf. Wählen Sie hierfür die kostenlose Rufnummer0800 - 25 74 200 oder füllen Sie unser Kontaktformular aus. | Schüler | Lehrer | Musik | Schlösser | | | | |
Bilder: Wikipedia Public Domain Die packende Story der Detektei Ludwigsburg Ludwigsburg in der Mitte des Bundeslandes Baden-Württemberg ist eine Stadt der Schüler, der Lehrer, der Musik und der Schlösser. Natürlich wird auch fleissig in der Industrie geschafft, aber überall findet man die wesentlichen Elemente der Bildung, der Kunst, der Kultur und des Wohlstandes.
In einer solchen Stadt wachsen Genies auf, teilweise werden sie verkannt, teilweise wollen sie gar nicht in eine größere Öffentlichkeit, weil sie zu bescheiden sind, um sich im Rampenlicht bescheinen zu lassen, absolut uneitel.
Und häufig sind es pensionierte Lehrer, Lehrerinnen, Hochschulprofessorinnen und Professoren, und so mancher privat veranstalteter kultureller Lichtblick wurde von solchen Leuten gestaltet. Es gab in Ludwigsburg den „Mörike-Kreis“, das war ein privater Zusammenschluss von Literaturinteressierten, bei denen überwiegend die vorgenannten älteren Herrschaften ihre zum Teil erstaunlichen Kunstwerke vortrugen.
Die Zusammenkünfte fanden regelmäßig an jedem ersten Mittwoch im Quartal statt, und es kamen regelmäßig zwischen 30 und 40 Gäste zu den Leseabenden, immer im Hinterzimmer eines altehrwürdigen Gasthofs in einer Vorstadt etwas ausserhalb, und immer um 20.00 Uhr ging es los. Es war eine vertraute Atmosphäre, und dass auch ein Viertele dabei geschlotzt werden konnte, das gab der Veranstaltung einen besonderen Duft… Vertrauen in unsere Dienstleistung - Detektei LudwigsburgNur, bereits zum dritten Mal – also innerhalb von insgesamt neun Monaten – fehlte beim Aufbruch so gegen 22.30 Uhr dem einen oder der anderen Kunstbeflissenen die Börse aus der Handtasche, ein anderes Mal fehlte aus der Garderobe die mitgebrachte Aktentasche, in der bedauernswerterweise ein moderner Laptop gewesen war, mit dem einer der jüngeren Mitglieder, ein begeisterter Hobbyethnologe, seine Fotos von der letzten Urlaubsreise nach Patagonien gezeigt hatte – und er hatte keine weiteren Kopien der Fotos – das war besonders traurig. Und das Allertraurigste war: es gab ein paar ganz verschämte ältere Damen, die sich gar nicht trauten zuzugeben, dass auch ihnen teure Erinnerungsstücke aus den Handtaschen entwendet worden waren – sie schämten sich einfach zu sehr, das öffentlich zu machen. Aber, als einer der etwas energischeren Teilnehmer etwa vier Wochen vor der nächsten Zusammenkunft einen Rundbrief verfasste und den an alle Mitglieder des Mörike-Kreises und voraussichtlichen Teilnehmer der nächsten Zusammenkunft verschickte, in dem er darin vorschlug, man wolle beim nächsten Mal einen Detektiven zu der Versammlung bitten, der mal aufpassen würde – da gab es überraschend viel und prompte Zustimmung.
Wir, die A&B-Detektive, bekamen den Auftrag, eine Person aus unserem Ermittlerkreis zur Teilnahme an der nächsten Zusammenkunft zu entsenden, aber bitte so unauffällig wie möglich! Wir baten unsere Seniorin, eine ebenfalls pensionierte Dame, die früher mal Richterin gewesen war, davor Staatsanwältin – die sich also bestens auf dem Parkett auskannte. Frau Dr. Olga S. passte ganz hervorragend in den Kreis der Kunstliebhaber! So nahm der Abend seinen Lauf, und ein unvorbelasteter Beobachter hätte bemerkt, dass Frau Dr. S. sehr unruhig war. Sie war offenbar sehr erkältet, schnäuzte sich häufig, hustete oft, entschuldigte sich auch dafür – und um die Vorträge nicht zu stören, ging sie auch hin und wieder nach draussen… Natürlich war die Gute nicht im Geringsten erkältet, sie suchte nur Ausflüchte, dass sie immer mal wieder in den Vorraum hinausgehen konnte. Und im Vorraum roch sie den Duft einer eigenartig parfümierten Zigarette, mit dem Tabak einer uralten Geschmacksrichtung, die sie selbst noch als Studentin geraucht hatte – es war ein Orienttabak, der in den 1960er Jahren gelegentlich verkauft worden war – „Orienta“ hiess die Marke damals. Also – wer sollte denn hier so eine ausgefallene Zigarettensorte rauchen?
Frau Dr. S. war eine geschickte Ermittlerin – und so sprach sie den Wirt an und fragte ihn, wer denn wohl diesen süßlichen Tabak rauche – in dem Vortragsraum war nämlich striktes Rauchverbot. Sie erklärte das dem Wirt so, als ob gerade dieser Duft ihre schweren Hustenreizungen auslösen würde…. Der Wirt wurde etwas verlegen und erklärte stotternd, dass er selbst diese Zigaretten rauche, und er fragte Frau Dr. S. ängstlich, ob sie sich darüber beim Gaststättenverband beschweren würde, jetzt, wo ja gerade das allgemeine Rauchverbot in Kraft getreten war…
Und während des Gesprächs mit dem Wirt war der ehemaligen Richterin nicht entgangen, dass dieser Wirt an seinem Rezeptionstisch immer versuchte, eine ausgebreitete Zeitung über einen Gegenstand zu decken, der auf dem Tisch lag, nur rutschte die Zeitung immer wieder herunter. Da griff Frau Dr. S. beherzt zu – und zog die Zeitung mit einem energischen Rutsch fort – und was kam zum Vorschein: eine vornehm wirkende Damenhandtasche – die so gar nicht zu dem etwas vierschrötigen Mann passen wollte…
Und dann sprach Frau Dr. S. den Wirt direkt darauf an, ob er derjenige sei, der die Taschen der Besucher in der Garderobe nachkontrolliere… - und sie wurde sofort fündig: das energische Auftreten der Frau entwaffnete den Mann: er gab sofort und unumwunden zu, dass er der Dieb sei, der seit neun Monaten hier und da die Taschen gefilzt habe…
Glücklicherweise war der Laptop mit den Fotos aus Patagonien noch in seinem Keller versteckt – er wollte den immer schon verkauft haben, aber hatte sich noch nicht getraut, wollte erst mal ein bisschen mehr Gras über den Fall wachsen lassen… Nun, das brauchte er jetzt nicht mehr. Frau Dr. S. gab sich ihm gegenüber als Ermittlerin aus unserer Detektei zu erkennen, und sie nahm mit dem Wirt ein handschriftliches Protokoll auf, das garantiert gerichtsverwertbar war, und das er unterschrieb.
Sodann ging sie zurück in den Lesesaal – und da die Veranstaltung gerade zu Ende ging, passte ihr für alle erfreuliches Schlusswort sehr gut in den allgemeinen gut gelaunten Ausklang, zumal sie mit der Handtasche, die sie dem Wirt abgenommen hatte, der Besitzerin eine große Freude machte.
Soweit wir das verfolgten, hat sich der Mörike-Kreis einen neuen Versammlungsort gesucht – klar, das war das Mindeste.
Der betrügerische Wirt bekam eine hohe Geldstrafe aufgebrummt und musste hohen Schadensersatz leisten. Ob er seinen Betrieb halten konnte, wissen wir nicht. 
Patagonien, Gletscher, NASA-Foto Wikipedia, Public Domain |