Detektei Lüneburg

Die A&B Detektive mit der Detektei für Lüneburg

Willkommen bei der Detektei A & B

Hier sind Sie genau richtig. Unsere Teams ermitteln in sämtlichen geschäftlichen und privaten Fällen.
Die Detektive unserer Teams bestehen aus erfahrenen Ermittlern, denn "Erfahrung schafft sichere Ergebnisse". Jeder einzelne Auftrag wird ermittlungstechnisch mit dem jeweils aktuellem strategisch- und technischem Ermittlungs-Know-How durchgeführt.

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Die Detektivgeschichte aus der Detektei Lüneburg

 

 St. Johannis
 1450, Hans Bornemann Nicolaikirche
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Reisekostenbetrug einmal anders

Die Fahrten von Lüneburg nach Hamburg und zurück

Der damals ungeheure Reichtum – und die damit verbundene Macht – der Stadt Lüneburg gründete sich auf Salz, einem zu allen Zeiten sehr wertvollen und begehrten Nahrungsmittel – wobei zu beachten ist, dass es vermutlich viel weniger auf das Würzen als vielmehr auf das Konservieren und Pökeln in Salz angekommen ist, in Zeiten, als es keine Kühlschränke gab. Der Wohlstand hielt vom 12. Jahrhundert bis ungefähr zum Jahre 1560 – von da an ging es gemächlich zu in Lüneburg. Heinrich Heine, dessen Eltern von 1822 bis 1826 in Lüneburg wohnten, nannte die Stadt seine „Residenz der Langeweile“.

Beeindruckend ist zweifellos die historische Kulisse der ehrwürdigen Stadt – Lüneburg überstand den 2. Weltkrieg glücklicherweise ohne kriegsbedingte Schäden. So ist in St. Michaelis – gegründet bereits im Jahre 956 – noch immer die Stelle zu besichtigen, an der Johann Sebastian Bach (1700 bis 1702) stand und sang, während er in Lüneburg zum Chorsänger ausgebildet wurde. 
Der Turm von St. Johannis ist ein wenig schief geraten, und als der Baumeister sich aus Scham wegen dieses Fehlers aus dem Turm stürzte, um sich das Leben zu nehmen, fiel er in einen zufällig vorbeifahrenden Heuwagen und blieb deshalb am Leben. Das wird allerdings nur in einer Legende erzählt – ob das so stimmt, weiss niemand ganz genau – man muss es eben glauben…

Wegen der über viele Jahre durchgeführten Salzförderung unter der Stadt gibt es heute zahlreiche Absenkungen, die bereits erhebliche Schäden nach sich gezogen haben und die deshalb bis heute einen grossen Teil des städtischen Budgets verschlingen. Es verursacht eben manchmal auch Kopfschmerzen, wenn man in einem wunderbaren Freilichtmuseum wohnt.

Mit der Bahn ist man in 30 Minuten in Hamburg, eine sehr bequeme Verbindung, niemals so schnell mit dem Auto zu schaffen – und dann – wohin mit dem Wagen in Hamburg,  in der Innenstadt – zum Beispiel auf der Mönckebergstrasse?

Fritz G. wohnte in Lüneburg, aber er war in Hamburg, in der Nähe des Hauptbahnhofs, beschäftigt. Sein Arbeitgeber hatte ihm zugestanden, dass er die Reisekosten zwischen Wohnort und Arbeitsstelle nach aktuellen Kosten abrechnen solle – und er überliess es seinem Mitarbeiter, welches Verkehrsmittel er benutzte. Fritz G. rechnete seine Reisekosten monatlich ab, und er reichte Belege ein über die entstandenen Kosten – es gab im Prinzip nur Benzinquittungen, mit denen er belegte, dass er mit dem Auto fuhr. Das Parkproblem hatte er so gelöst, dass er sein Auto auf dem Parkdeck eines Supermarktes abstellte – so sagte er. Dafür bezahlte er dem Marktbesitzer eine Pauschalgebühr von 100 Euro pro Monat – das reichte er ebenfalls ein. Nur, immer, wenn es darum ging, dass er innerhalb der Stadt eine Besorgung zu machen hatte, dann rechnete er stets eine Taxiquittung ab – angeblich würde er seinen Parkplatz auf dem Parkdeck verlieren, wenn er sein Auto tagsüber wegbewegte. Irgendwann machte der zuständige Finanzbeamte den Chef von Fritz G. auf einen Punkt aufmerksam - diese Belege waren immer so ähnlich, es gab komischerweise nie irgendwelche Abweichungen – alles lief so als wäre eine Maschine im Einsatz. Und der Finanzbeamte machte die Gegenrechnung auf: wenn Fritz G. eine Monatsfahrkarte lösen würde, käme er auf Reisekosten, die weniger als die Hälfte seiner jetzigen Reisekosten betragen würden.

Der Chef sprach Fritz G. darauf an – aber Fritz G. lehnte diese Möglichkeit strikt ab. Er bestand darauf, jeden Tag mit dem eigenen Auto zu fahren. Sein Chef bat uns um Hilfe – wir, die Detektive von A&B sollten doch mal herausfinden, wie Fritz G. denn tatsächlich von Lüneburg nach Hamburg und wieder zurück fuhr.

Er hatte den unbestimmten Verdacht, dass Fritz G. in Wirklichkeit seit Jahren mit der preiswerteren Eisenbahn fuhr, aber immer die teuren Benzinquittungen abrechnete. Nur, er wollte sich nicht selbst an die Überprüfung heranmachen – deshalb also die diskrete Detektei im professionellen Einsatz.

Es bedurfte nur einiger Tage der Beobachtung, und wir konnten feststellen, dass Fritz G. an keinem dieser Tage mit dem Auto fuhr – er fuhr täglich mit dem Zug. Und wir beobachteten ihn sogar dabei, als er eine Monatskarte für diese Strecke kaufte! Das wird ja interessant, was er nun abrechnen wird!
Nun mussten wir nur noch abwarten, was er für diese Tage bei seinem Chef geltend machen würde – und wir erwarteten, dass er wieder seine üblichen Benzinquittungen einreichte.

Und so geschah es auch – es handelte sich um einen vollendeten Betrug bei der persönlichen Kostenabrechnung. Und es war ein ebenso vollendeter Vertrauensbruch seinem gutgläubigen Chef gegenüber. Als wir ihn mit unseren Beobachtungen in Gegenwart seines Chefs konfrontierten, und als wir ihm Fotos und Filme dazu zeigten, da gab er alles ohne Widerrede zu. Wenn man allerdings den materiellen Schaden aufaddierte, den er durch die Falschabrechnungen seinem Chef gegenüber angerichtet hatte, dann wäre ein grosser, fünfstelliger Betrag herausgekommen, den er eigentlich hätte erstatten müssen. 

Fritz G. bekam die fristlose Kündigung, denn  das Vertrauensverhältnis zu seinem Chef war chancenlos zerrüttet. Sein Chef war so masslos enttäuscht und sauer, dass er seinen betrügerischen Mitarbeiter nicht einen Tag länger in seinem Büro sehen wollte – und nach § 626 BGB würde ihm jedes Arbeitsgericht Recht geben, dass er ihn fristlos gefeuert hatte.

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