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| Mühle in Lippholthausen | Demmin 1759
| | | | Foto: Stadt Lünen
| Foto: Stadt Lünen | Foto: gemeinfrei |
Die Detekteigeschichte aus der Detektei LünenLünen hat mehrere Partnerstädte, eine davon ist Demmin in Vorpommern. Demmin zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die deutsche Alleenstrasse durch Demmin führt. Diese berühmte Ferienstrasse ist 2.500 Kilometer lang, beginnt auf Rügen und läuft quer durch Deutschland bis an den Bodensee. Als die „Wessis“ zu den „Ossis“ zu reisen begannen, gab es ein paar unternehmungslustige Lünener Männer, die einen Kegelausflug an die Ostseeküste nach Mecklenburg-Vorpommern machen wollten, um von den damals noch unglaublich günstigen Preise zu profitieren. In dem damals einzigen Hotel in Demmin gab es eine niedliche junge Frau, die als „Zimmermädchen Ilse“ arbeitete. Und wie es sich dann eben manchmal ergibt, wurden dieses „Zimmermädchen Ilse“ und einer der jungen Kegler, es war Peter H. aus Lünen, ein Paar – und sie waren nach zwei Jahren verheiratet.
Peter war Fernfahrer bei einer Spedition im Ruhrgebiet, und er machte die ganz großen Strecken, bis hin nach Athen und Istanbul, aber auch bis hinunter nach Malaga und Marbella – von wo aus es nur wenige Kilometer bis Gibraltar sind. Wer so oft auf der Langstrecke „auf dem Bock“ gesessen hat, kennt natürlich viele der Berufskollegen aus aller Herren Länder, und so kam es, dass Peter einen LKW-Fahrerkollegen aus Riga kennen lernte – einen Fahrer, der es noch weiter hatte bis nach Hause als Peter, der schon in Lünen den Motor abstellen konnte…. – der Kollege hatte dann immer noch 1.700 Kilometer vor sich, bis er in Lettland angekommen war. Die beiden Fahrer mochten sich, man erzählte sich dies und jenes, und der schwere spanische Rotwein löste die Zungen. Valentin aus Riga berichtete seinem Freund Peter, dass er manchmal einige Afrikaner aus Gibraltar, oder besser: von der spanischen Mittelmeerküste mit nach Norden nahm – Valentin war, einfach gesagt, ein „Schlepper“ für die wenigen armen Bootsflüchtlinge, denen die lebensgefährliche Flucht aus Afrika geklungen war.
Wie kommt es, dass wir, die A&B Detektive, all diese Details kennen?
Viele Dinge laufen manchmal sehr unberechenbar, und der Zufall spielt häufig eine unerwartet große Rolle. Eine bedeutende Reederei in Hamburg, zu der auch eine große Spedition gehörte, hatte uns beauftragt, herauszufinden, wie es komme, dass einige ihrer Wagen mit den geladenen Containern so oft verspätet im Hafen ankamen, wo die Schiffe eigentlich längst hätten abgelegt haben müssen. So waren wir nach Malaga gefahren, und hatten uns in einem Hotel eingebucht, in dem auch die Fernfahrer wohnten. Peter und Valentin unterhielten sich am Nebentisch deutlich und laut über die Gründe, weshalb Valentin oftmals Streit mit seinem Chef bekam – und wir am Nebentisch bekamen so einen Teil der Lösung unserer Aufgabe frei Haus geliefert. Unser Freund Peter aus Lünen hatte keine Probleme mit dem pünktlichen Heimkommen – aber Valentin aus Riga, der machte sich wegen seiner unerlaubten Personentransporte seine eigenen Strecken – manchmal musste er mehrere Hundert Kilometer Umweg fahren, bis er seine Schützlinge da abgeliefert hatte, wo sie hingebracht werden wollten – und wo er sein Schleppergeld bekommen würde. Er begründete das immer damit, dass die Verkehrsverhältnisse derartig unberechenbar seine, die Strassen schlecht, und als man noch die veralteten russischen LKWs fahren musste, das gab es in der Tat häufig Pannen, die zu tagelangen Verzögerungen führten – aber das war mit den modernen Zugmaschinen ja nun alles ausgestanden.
Wir bekamen noch eine andere unbeabsichtigte Absprache mit: Peter vereinbarte mit Valentin, dass der bei der nächsten Heimreise nach Riga einen Abstecher in Lünen machen sollte und dabei Peters Frau Ilse mit an die Ostsee nehmen sollte, so dass sie nochmal wieder auf bequeme Weise nach Demmin mitgenommen würde.
Der Chronistenpflicht zuliebe sei hier bereits mitgeteilt, dass Peters Frau Ilse von dieser Reise mit Valentin nicht mehr nach Lünen zurückkehrte – sie verliebte sich in Valentin und blieb mit ihm in Riga. Aber soweit sind wir ja noch nicht….
Valentin musste noch zwei lange Tage auf die nächsten Flüchtlinge warten, die mit einiger Verspätung aus Afrika ankommen sollten. Das trug zu der unerwünschten Verspätung bei, zu deren Aufklärung wir ja eigentlich an der Costa del Sol waren. Unser Auftraggeber hatte sich im Vorfeld, als er uns den Auftrag erteilte, viel schlimmere Dinge gedacht – obwohl Flüchtlingsschleppen ja auch eine verbotene Angelegenheit ist.
Wir schrieben unsere Notizen nieder und flogen nach Hause zurück. Dort erstatteten wir Bericht bei unserem Auftraggeber, der allerdings die Gründe für die Verspätung seiner Transporte kaum glauben konnte. Er veranlasste, dass Valentin nach Ankunft in Riga sofort gefeuert wurde.
Und von da an waren die Transporte der Spedition aus Riga wieder sagenhaft und ausnahmslos pünktlich an ihren jeweiligen Bestimmungsorten. Das Schicksal, welches Valentin getroffen hatte – nicht die Sache mit Ilse - sprach sich in der Branche blitzschnell herum, und es wirkte wie eine Warnung für die anderen.  Riga in Lettland Nehmen Sie auch gern persönlich mit uns Kontakt auf. Wählen Sie hierfür die kostenlose Rufnummer0800 - 25 74 200oder füllen Sie unser Kontaktformular aus. |