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Die Detektei A&B Detektive | Einsatzort Neubrandenburg *

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Versicherungsbetrug einmal ganz anders!

Betrug lohnt sich nie – es kommt immer alles irgendwann raus


Welche Stadt in Deutschland kann schon ein Gemälde vorweisen, das ein weltberühmter Maler wie Caspar David Friedrich gemalt hat, mit dem romantischen Titel „XYZ - Stadt im Morgennebel“? Nun, der Titel des Gemäldes verrät den Namen der zu Recht darauf stolzen Stadt: Neubrandenburg.

Für alle, die das nicht so richtig sortiert kriegen: es gibt
  • Brandenburg – das Bundesland, in dem Berlin eingebettet liegt
  • die Stadt Brandenburg an der Havel, im gleichnamigen Bundesland, und
  • Neubrandenburg – eine Kreisstadt in Mecklenburg-Vorpommern,  an der Mecklenburger Seenplatte, am Tollense-See
Nun, so neu ist „Neu-Brandenburg“ nicht – die Stadt wurde bereits am 4.Januar 1248 gegründet – und trägt trotzdem die Vorsilbe „neu“ im Namen.
Etwas Seltenes passierte im Jahre 1671: als einzige Stadt in Mecklenburg musste Neubrandenburg den “Stadtkonkurs“ anmelden – schlicht: der 30jährige Krieg hatte die Gegend derart geschunden, dass die Stadt pleite war – und es dauerte danach mehr als 150 Jahre, bis die Stadt sich halbwegs davon erholt hatte. 

Neubrandenburg ist inzwischen eine attraktive Adresse für Fachkonferenzen und Tagungen, für Firmen, die die ideale Lage am Tollense-See nutzten.  Es war wieder einmal der grosse Versicherungskonzern aus Luxemburg, der seine europäischen Vertriebsmitarbeiter zu der alle drei Jahre stattfindenden Regionalkonferenz eingeladen hatte - die Leitung hatte wie schon seit zehn Jahren Direktor Louis B.  Es ging wieder einmal um die Jahresabschlüsse, die wie schon bei der letzten Konferenz weit hinter den angestrebten und auch budgetierten Umsätzen zurück geblieben waren. Besonders schlecht hatte die Region Niedersachsen  abgeschnitten. Nach den Umsatzerwartungen waren die Kosten budgetiert worden, und nun waren die eingeplanten Beträge ausgegeben, aber die Einnahmen standen in keinem Verhältnis zu den Kosten. Oder – um es anders auszudrücken: der Regionaldirektor stand kurz davor, die ganze Organisation aufzulösen, und deshalb sollte die zusammengerufene Mannschaft noch ein letztes Mal auf das gemeinsame Ziel eingeschworen werden. Es ging sozusagen um die letzte Chance – und es hing auch die Position von Direktor Louis B. daran – wenn es nämlich nun nicht klappen würde, dann würde dies das Ende auch seiner Karriere beim Versicherungskonzern bedeuten – das hatte ihm sein Chef bereits angekündigt.

Louis B. hatte sich in der Mittagspause, nach dem Essen, zu einem Nickerchen in sein Hotelzimmer zurückgezogen, und als er aus dem Schläfchen erwacht war, wollte er seine Konferenzpapiere noch einmal durchsehen, um den flammenden Appell an das Team, der nun für die Nachmittagskonferenz geplant war, ein letztes Mal zu überarbeiten. Aber seine Konferenzmappe war nicht da, wo er sie erwartet hatte. Er suchte das Zimmer ab – vergeblich,  er rief den Hoteldirektor in sein Zimmer, um ihn zu befragen – der Direktor wirkte echt erschrocken, konnte aber nicht helfen. Das einzige, was er Herrn B. raten konnte, war der Kontakt zu uns, den A&B Detektiven.
Nach einer Stunde Fahrt kamen wir mit vier Mitarbeitern im Hotel an. Louis B. legte eine „taktische Pause“ in der Konferenz ein, und er instruierte uns über die aktuelle Situation. Er hatte einen Verdacht, wer sich aus seinem Zimmer die Unterlagen „ausgeliehen“ hatte. Das war der Mann, den er für die Misserfolge verantwortlich machte. Es gab Gerüchte, wonach der Mitarbeiter Georg T., Regionaldirektor war er in Niedersachsen, in Wirklichkeit für die Konkurrenz arbeitete. In der Arbeitsmappe, die nun fehlte, waren auch seine streng vertraulichen Detail-Zahlen über die wahre Finanzlage – die aber niemand in die Hände bekommen durfte.  Katastrophe!
Wir konnten nun an dem Nachmittag nichts mehr bewirken, aber wir besprachen mit Herrn B. einen Plan: er solle die Konferenz ohne den Schlussappell beenden, solle alle nach Hause schicken, und er solle niemandem von den verschwundenen Akten etwas erzählen. Sodann solle er uns an die Arbeit gehen lassen: nämlich Georg T. und dessen Umfeld zu beschatten.
Louis B. tat, was wir ihm vorgeschlagen hatten.

Und so geschah es: Georg T. reiste nach Hannover zurück, und unsere Leute in Hannover hefteten sich an seine Fersen. Er ging weiter auf Tour, Versicherungen zu verkaufen, und wir wussten, wie wir herausfinden konnten, was da geschah. Aber nicht nur ihn beobachteten wir – auch die Mitarbeiter, die unter seiner Verantwortung bei der Versicherung aus  Luxemburg beschäftigt waren.
Was Louis B. vermutet hatte, bestätigte sich im Laufe der folgenden Wochen: Georg T. beging massiv Betrug an seiner Firma, mit der er vertraglich verbunden war. Er bot systematisch die Verträge der Wettbewerbsfirma an. Und nicht nur, dass er selber diesen Betrug beging, nein, fast seine gesamte Truppe befand sich auf dem gleichen Trip. Erstaunlich nur war, dass die Truppe den Mund hielt und niemand davon etwas ausplauderte – offenbar hatte Georg T. seine Mannschaft  hervorragend im Griff. Nun, sie alle waren fest angestellte Mitarbeiter und niemand wollte trotz des illegalen Zusatzeinkommens das sichere und gute Gehalt verlieren – obwohl alle wussten, dass das illegal war…

Wir konnten während unserer Recherchen und Beobachtungen durch lagegerechte Legenden mit einer Vielzahl von Bilddokumenten gerichtsverwertbar belegen, dass die Versicherungstruppe unkorrekt gearbeitet hatte. Louis B. war zwar erschüttert über dieses Ausmass an Verrat und Untreue, aber andererseits war er erleichtert, dass er nun die wesentlichen Gründe für die Flops in seinem Geschäft kannte. 

Wie nicht anders zu erwarten war: es hagelte fristlose Entlassungen, mit Schadensersatzklagen. Und während der anschliessenden Befragungen durch unsere Ermittler wurde auch der Niederlassungsleiter noch überführt, dass er es war, der dem Direktor die Mappe mit den wichtigen Unterlagen entwendet hatte. Als Grund gab er an, er wollte mal nachsehen, ob etwas von seinen Betrügereien darin stand… 

Tja, so kann es kommen...

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