Detektei Sankt Augustin

Die A&B Detektive mit der Detektei für Sankt Augustin

Willkommen bei der Detektei A & B

Hier sind Sie genau richtig. Unsere Teams ermitteln in sämtlichen geschäftlichen und privaten Fällen.
Die Detektive unserer Teams bestehen aus erfahrenen Ermittlern, denn "Erfahrung schafft sichere Ergebnisse". Jeder einzelne Auftrag wird ermittlungstechnisch mit den jeweils aktuellem strategisch- und technischem Ermittlungs-Know-How durchgeführt.

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St. Augustin
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Die Detektivgeschichte aus der Detektei Sankt Augustin

 

Jim hat ein Problem

Ein Kunde hat zwei Aufträge für A&B Detektive

 

Sankt Augustin hat bei seiner Gründung im Rahmen der Gebietsreform im Jahre 1969 seinen Namen ausnahmsweise nicht nach dem größten oder schönsten Stadtteil bekommen, sondern nach dem Kirchenvater Augustinus (* 354 – 430), dem Schutzpatron der Steyler Missionare, die ihr Kloster und Missionshaus in der Stadt haben.  Ab 1921 nannte sich die kleine Siedlung um das Kloster der Steyler Missionare offiziell St. Augustin, und so bekam die 1969 neu gegründete Stadt eben diesen Namen.

Von St. Augustin sind es keine 10 Kilometer bis ins Zentrum der „Bundesstadt“ Bonn, und viele der heute in St. Augustin bestehenden Institute und andere Ämter wurden gegründet, als Bonn noch Hauptstadt der alten Bundesrepublik Deutschland war. Gut für die Stadt, dass es aus dieser Zeit immer noch etliche Organisationen gibt, die nicht nach Berlin umgezogen sind.

Aber trotz der früheren Nähe zur Regierung sind die Bürger der Stadt mit ihren Sorgen genau so dran wie in allen Mittelstädten mit den Problemen, die eine Stadt dieser Größe hat.

Einer der privaten Paketzustelldienste,  die sich zumeist durch schnelle Transportfahrzeuge mit jungen Fahrern auszeichnen, hatte ernsthafte Probleme.
Jim, der schlaksige,  hochaufgeschossene Fahrer war zwar einer der Mitarbeiter, der sich ohne Navigationsgerät schneller zurechtfand als alle Kollegen mit „Navi“ – Jim brauchte inzwischen immer viel länger für seine Touren als je zuvor. Sein unmittelbarer Vorgesetzter bekam von den Hauptkunden immer wieder unzufriedene Anrufe: die Ware kam nicht  pünktlich an. Die Kunden, deren Lieferungen in den Fahrzeugen ausgefahren werden sollte, konnten über die PC-Nachverfolgung genau sehen, wann die Ware an den Kurierservice übergeben worden war. Die Geschäftskunden, die auf die Ware warteten, wurden inzwischen immer ungeduldiger.  Einige Kunden drohten bereits damit, die Warenauslieferungen an einen anderen Zusteller zu übergeben, und das wäre dann landesweit – es wäre ein Riesenproblem, wenn so etwas passieren würde.

Der Regionalleiter, in dessen Zuständigkeitsbereich dieses Problem fiel, hatte bei seiner Geschäftsleitung so lange herum gedrängelt und gequengelt,  bis die ihm einen Pilotauftrag erteilt hatten, nämlich eine Strukturanalyse durchzuführen, aus der heraus vielleicht neue organisatorische Massnahmen für das ganze Unternehmen abgeleitet werden könnten.

Ein wesentlicher Aspekt war, die Arbeitsabläufe der Fahrer zu analysieren. Und dabei würde – hoffentlich - auch heraus kommen, was mit Jim falsch lief. Vielleicht ja war irgendwas zu verbessern bei der Dienstplaneinteilung, bei der Streckenführung, bei den täglich zu fahrenden Kilometern des einzelnen Fahrers   – wer weiss? Und damit nicht die Organisation des Unternehmens damit belastet würde, hatte die Leitung vorgeschlagen und gleichzeitig genehmigt, dass eine erfahrene Wirtschaftsdetektei diese Analyse durchführen sollte. Die Aufgaben der Detekteien verändern sich ständig, und wer nicht mit den Anforderungen wächst, wird den Anschluss verpassen. Wir waren ganz stolz, dass die Wahl auf uns fiel, die A&B Detektive.

Es war ein guter Einstieg, dass wir uns als erstes mit Jim und seiner Tour beschäftigten. Wir fanden seine Arbeitsweise beeindruckend –er fuhr wie der Teufel, kannte die Stadt bis in die letzte Ecke ohne Navi und ohne Stadtpläne. Wenn seine Firma jede Geschwindigkeitsüberschreitung bezahlen müsste, die Jim sich „erfahren“ hatte – es wäre sehr teuer geworden. Also war einer unserer ersten Vorschläge, dass die Streckenführung in Zukunft strikter auf die Einhaltung der aktuellen Geschwindigkeitsbeschränkungen achten sollte – schon wegen der massiven Unfallgefahr in den engen Städten. Wir verstanden aber nicht, wieso Jim ursprünglich als Problemfahrer in Verruf gekommen war – er war der schnellste Fahrer von allen!

Nun, wir analysierten die übrigen Fahrer, die anderen Arbeitsabläufe, bekamen auch einige deftige Risiken zu sehen – insbesondere, wenn es sich um Wertlieferungen handelte. Unsere Vorschläge würden diese Punkte in der Analyse auflisten.

Der Regionalleiter, in dessen Zuständigkeit die Studie fiel, sprach unsere Ermittler eines Tages – sozusagen ausser der Reihe – an: Jim war wieder zu spät, ganz wie vor Beginn der Analyse. Wir alle hatten daran gedacht, dass das alles nur ein Irrtum gewesen sei. Nein, Jim war wieder im alten Trott. Ob wir uns nicht doch noch einmal darum kümmern könnten -  aber möglichst diskret, ohne, dass Jim das merkte. Wir fanden diese Bitte gerechtfertigt – und zogen zwei Ermittler dazu, die Jim noch nicht kannte. Diese beiden neuen Kollegen hängten sich nun an Jims Spuren.

Und sie erlebten ihr „blaues Wunder“: Jim fuhr mit seinem Wagen ungefähr eine Stunde lang seine Tour, er fuhr wie der Teufel persönlich. Dann fuhr er mit dem Wagen auf das Gelände einer Spedition, bretterte mit dem Auto in eine Halle, verschwand darin – und kam nach wenigen Minuten wieder heraus mit einem anderen Kurierfahrzeug – nämlich mit dem Wagen einer Konkurrenzfirma. Und es ging genau so ungebremst wieder los – nur eben – für eine andere Firma.

Das war natürlich die Antwort auf die ganzen Fragen: Jim hatte zwei Jobs! Wir blieben ihm auf den Fersen, besser gesagt, auf den heissen Reifen, wenn er ausstieg und im Laufschritt seine Ware auslieferte, konnten wir ausreichend Fotos schiessen, die ihn mit dem anderen Auto zeigten.

Seine Leistung war in der Tat bewundernswert. Er war fast doppelt so schnell wie seine anderen Kollegen – und in ein wenig mehr als der Durchschnittszeit für einen einzigen Fahrer schaffte er die doppelte Tour.

Nur – wir sollten keinen Geschwindigkeits-Oscar für Kurierfahrer vergeben, sondern Unregelmässigkeiten aufdecken und bekanntmachen.

Wir legten unseren Bericht bei unserem Auftraggeber vor – wir hatten ja eigentlich zwei Aufträge zu lösen gehabt – die Basisanalyse – und das Problem Jim.

Dieses Jim-Problem löste sich in wenigen Sätzen seines Chefs, als der ihm die fristlose Kündigung aushändigte. Unser Bericht war so wasserdicht und gerichtsverwertbar, dass es keinen Zweifel gab: wir hätten auch kein Risiko gesehen, falls Jim gegen die Kündigung geklagt hätte.  

Jim schluckte und stotterte was davon, dass er doch so schnell sei, da hätte er sich gedacht, er könnte die beiden Jobs gleichzeitig stemmen – was im Prinzip auch geklappt hätte, wenn es eben nicht gegen alle Regeln verstossen hätte.

Schade – ein übermütiger junger Fahrer war über die Stränge geschlagen!  

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