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Die Detektei A&B Detektive | Einsatzort Troisdorf *

Willkommen bei der Detektei A & B

Hier sind Sie genau richtig. Unsere Teams ermitteln in sämtlichen geschäftlichen und privaten Fällen.
Die Detektive unserer Teams bestehen aus erfahrenen Ermittlern, denn "Erfahrung schafft sichere Ergebnisse". Jeder einzelne Auftrag wird ermittlungstechnisch mit den jeweils aktuellem strategisch- und technischem Ermittlungs-Know-How durchgeführt.


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Die Detektivgeschichte aus der Detektei Troisdorf *

 

Wahner Heide
GierseilfähreSt. Adelheid
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© Public Domain

 

Franchising – einmal anders

Wachdienst und Detektei arbeiten Hand in Hand


Troisdorf ist eine Mittelpunktstadt im Rhein-Sieg-Kreis, und der Name der Stadt wird meistens falsch ausgesprochen: der Buchstabe “i“ ist ein sogenanntes „Dehnungs-i“, welches bewirkt, dass das „o“ lang gedehnt ausgesprochen wird – und dass kein „i“ zu hören ist – eben dann, wenn es richtig ausgesprochen wird.

Den Kunden im Supermarkt, insbesondere denen an der Fleischtheke,  war das eigentlich völlig „Wurscht“. Der Metzgereibetrieb in diesem grossen Supermarkt gehörte dem unabhängigen  Metzgermeister Fritz P. – im Rahmen des Franchisings ist das ein ganz üblicher und auch gut eingeführter Weg.  Die Kunden schätzten die frische Ware und die fachkundige Bedienung. Der Besitzer des Supermarktes, Ingo W., aber war alles andere als zufrieden. Er glaubte  nämlich, dass bei der Abrechnung am Monatsende nicht alles mit rechten Dingen zuging – wenn er die Kassenzettel der Kunden, die an der Fleischtheke eingekauft hatten,  mit denen des „Franchisenehmers“ – nämlich des Metzgermeisters – verglich, dann gab es bemerkenswerte Differenzen. Abgerechnet wurde immer nur nach den vom Metzger eingereichten Rechnungen. Auf diese Abweichungen hatte ihn sein neuer Steuerberater aufmerksam gemacht, der sich offenbar mal die Mühe gemacht hatte, auch die Kassenzettel der Fleischtheke zusammen zu rechnen und diese beiden Werte zu vergleichen. Wer weiss, wie lange das schon so ging – der alte Steuerberater hatte offenbar nie darauf geachtet. Insofern war es ein guter Wechsel von dem alten zum neuen Steuerberater gewesen, der deshalb nötig geworden war, weil der alte sich in den Ruhestand zurückgezogen hatte.

Also, was war hier los? Regelmäßig rechnete der Metzgermeister Fritz P. bei ihm erheblich mehr pro Monat ab als sich aus den Kassenzetteln der Kunden ergab. Könnte es sein, dass Kunden ihre Einkäufe von der Fleischtheke in einem unbeobachteten Moment in ihren Einkaufstaschen verschwinden liessen und so die Bezahlung an den Ladenkassen gar nicht erst stattfand? Gewöhnlicher Diebstahl also? Schwer zu glauben, dass solche Mengen gestohlen würden!

Als professionelle Kaufhausdetektive hatte der Supermarkt regelmäßig Mitarbeiter vom Alpha-Security - Wachdienst im Haus.  Einer davon wurde als „Regaleinräumer“ eingeteilt, der sich so im Supermarkt nützlich machen sollte - in Wirklichkeit sollte er nur die Kunden im Auge behalten, die auf dem Weg von der Metzgertheke zur Kasse waren und dabei vielleicht den Einkauf in ihrer Tasche verschwinden liessen…
Ja, er sah in der einen Woche, die er dort aufpasste, auch zwei Kunden, die auf diesem Wege ein kleines Wurstpäckchen klauten – aber das machte keinesfalls diese Differenz aus, die der Steuerberater gefunden hatte! Wie kamen also die grossen Abweichungen zustande?

Der Supermarktbesitzer Ingo W. rief uns, die A&B-Detektive, zur Hilfe. Wir diskutierten den Fall mit ihm – es musste etwas beim Metzger selbst passieren! Aber was?
Wir entwickelten einen Plan. Unsere Ermittler sollten sich also auch als unscheinbare, harmlose Handwerker tarnen, die sich im Laden mit irgendwelchen Elektroinstallationen im Umfeld der Fleischtheke beschäftigten – das konnte natürlich nur vor Ladenöffnung oder nach Ladenschluss passieren, solange keine Kunden über Kabeltrommeln stolpern konnten. Und da auch der Metzgermeister immer lange vor Ladenöffnung im Haus war, konnten unsere Ermittler ziemlich bald fast täglich morgens beobachten, was passierte:
Der Metzger machte normalerweise vor Ladenöffnung solche Kundenbestellungen fertig, die im Laufe des Tages abgeholt werden sollten. Es handelte sich zumeist um grössere Partien, meistens für Restaurants und Hotelküchen. Er legte also die bestellten Waren auf die Waage, druckte jeweils einen Bon aus und steckte den sorgfältig in seine Kitteltasche.  Aber, anstatt diese abgewogenen Portionen zu verpacken und wegzulegen, komplettierte er sie, indem er andere Waren aus der Bestellung dazu legte, dann wog er die inzwischen komplette Bestellung nun endgültig ab – und erzeugt einen neuen Bon auf seiner Kassenwaage.
Diesen Bon befestigte er – wie es sein sollte – an der Ware. Die Werte auf den Bons in seiner Tasche addierte er offenbar später zu den Rechnungswerten.

Als die Metzgereiverkäuferinnen allmählich eintrafen und sich in seiner Nähe zu schaffen machten, passierten diese Doppelwiegungen nicht mehr. Wir wussten also inzwischen, wo und wie der Metzgermeister seine Schmuh-Buchungen durchführte, und wir brachten an einem Sonntag, als der Laden geschlossen war, an diesen Plätzen einige Überwachungskameras an, um damit unsere Beobachtungen zweifelsfrei zu dokumentieren.

Als alles gut und gerichtsverwertbar in Berichtsform vorlag, lud der Supermarktbesitzer seinen Steuerberater mit dessen Auswertungen über die Diskrepanzen zu einem Gespräch mit dem Metzgermeister ein, und auch wir waren natürlich dabei. Das Gespräch fand an einem Abend statt, nachdem der Laden bereits geschlossen worden war. Der Mann ahnte nichts, absolut nichts!

Umso wirkungsvoller waren die Bilder, die wir zeigen konnten. Der Metzger leugnete nicht, sondern gab stotternd und fast sogar erleichtert zu, dass er in den letzten zwei Jahren Ware im Wert von ungefähr 150.000 € doppelt abgerechnet hatte – er machte also offenbar eine präzise Buchhaltung seiner Gaunereien, und er hatte die Summen auswendig im Gedächtnis.

Auf diesen Betrag war auch der Steuerberater gekommen – also stimmte die Buchführung. Um die Sache abzuschliessen, schlugen wir dem Metzger vor, uns zu einem Notar zu begleiten, bei dem er sein Schuldanerkenntnis dokumentieren könne. Wir riefen den neuen, jungen Notar, Dr. Christoph H., an – der war trotz der späten Abendstunde sogar noch in seinem Notariat. Die Sache direkt wurde bei ihm unterschrieben und beglaubigt.
Da der Metzger aber ein guter Fachmann war, beliebt bei seinen Kunden, und da er gute Ware hatte, durfte er sein Geschäft weiterführen – es wurde allerdings vereinbart, dass nur noch die von den Kunden an den Supermarktkassen abgerechneten Metzgerei-Bons  Basis der Abrechnung zwischen Supermarkt und Metzgerei sein sollten. Damit lag das mögliche Diebstahlrisiko beim Metzgermeister – und die Betrügereien hörten auf.

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