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Die Detektei A&B Detektive | Einsatzort Weimar *

Willkommen bei der Detektei A & B

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Die Detektive unserer Teams bestehen aus erfahrenen Ermittlern, denn "Erfahrung schafft sichere Ergebnisse". Jeder einzelne Auftrag wird ermittlungstechnisch mit dem jeweils aktuellem strategisch- und technischem Ermittlungs-Know-How durchgeführt.

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Die Detektivgeschichte aus der Detektei Weimar *

 

 Ernst-August I.
 Nationaltheater Brand der Bibliothek 9/2004
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Weimar und die Bienen

Betrug auf der Ausflugsfahrt  

 

Weimar ist eine der berühmtesten Städte in Deutschland, liegt im Norden Thüringens, und es ist höchst vergnüglich, sich in Weimar umzusehen, voller Staunen und historischer Neugier die Stätten abzuschreiten, an denen berühmte deutsche Größen gelebt und gearbeitet haben, und wo Geschichte geschrieben wurde. „Abschreiten“ ist wörtlich zu verstehen: man kann das (fast) alles noch fussläufig erleben – und das macht einen Aufenthalt in Weimar so erlebnisreich.  

Aber – dank der gleichzeitigen Weltläufigkeit der Stadt gibt es auch in Weimar etwas zu sehen, was nur bedingt mit der hohen Kultur und grossen Geschichte zu tun hat – es gibt dort das Deutsche Bienenmuseum. Die Imker bilden eine relativ grosse Gemeinschaft in Deutschland – im Jahre 2002 gab es 85.000 Imker – und da wundert es nicht, wenn eine Gruppe niedersächsischer Imker aus der Heide einen „Arbeitsausflug“ zum Bienenmuseum in Weimar machte – man war in einem bequemen Reisebus unterwegs, Start war in der Lüneburger Heide  gewesen – dort wird viel guter Honig gewonnen. Es war leider nicht gelungen, den Bus mit Imkern aus der örtlichen Produzentengemeinschaft zu füllen – also wurde in einem lokalen Anzeigenblatt für diese Reise geworben, und die fehlenden fünf Plätze, die man noch verkaufen konnte, damit der Bus voll besetzt wurde, waren schnell verkauft. Niemand kannte die fünf weiteren Fahrgäste, wenn auch die anderen Reisenden alle untereinander bekannt waren – sie waren ja alles Imker und Imkerinnen und somit Berufskollegen. Die fünf zusätzlichen Gäste waren sich offenbar fremd, und während der Fahrt kam heraus, dass sie sich alle nicht kannten, und der Grund, warum diese fünf Männer zugestiegen waren, war ganz offenbar: sie wollten recht preiswert nach Weimar fahren. Während der Fahrt wurden hin und wieder Pausen gemacht, und die Gruppe befand sich sehr bald in lebhafter Unterhaltung, wobei die fremden Mitfahrer sich bald als freundliche und gesellige Mitfahrer erwiesen, besonders drei von ihnen zeichneten sich als gute Gesellschafter aus.  Die Reise sollte aber nicht nur nach Weimar gehen, sondern – wenn man schon auf dem weiten Weg war - auf dem Hinweg wollte die Gruppe eine Stadtrundfahrt in Magdeburg machen, dort sollte auch zu Mittag gegessen und abends übernachtet werden, dann sollte über Halle an der Saale und über Naumburg nach Weimar gefahren werden.  Auf der Rückreise wollte die Gruppe in Jena Station machen, und über Halberstadt und Goslar sollte wieder nach Hause gefahren werden – die Reise war über vier Tage angesetzt, mit insgesamt drei Übernachtungen.  Am zweiten Abend bereits hatte der Gruppenleiter, der die Reise organisiert hatte, schon den Eindruck, dass die fünf neuen Mitreisenden so viel Leben in ihren Imkerclub gebracht hatten, dass alle untereinander froh waren, dass sie dabei waren.  Niemand von ihnen hatte Ahnung von Bienenzucht oder Honiggewinnung – aber sie waren aufgeschlossene Zuhörer. Und – manchmal geht es sehr schnell – drei der fünf Männer hatten sich an drei allein reisende und allein stehende Single Damen aus der Gruppe angeschlossen, und man fand sich gegenseitig sehr sympathisch.
Gegen Ende der Reise wurde schon von „verliebten Pärchen“ geredet – und es wurde bereits gewitzelt, wo die Hochzeiten gefeiert werden sollten – es sollten natürlich alle drei Hochzeiten zusammen gefeiert werden… - ja, so eine  Gruppe kann ganz schön albern werden!

Jede noch so schöne Reise geht einmal zu Ende, und wieder zu Hause angekommen, ging man auseinander, es wurden viele Umarmungen ausgetauscht, und die drei Pärchen konnten sich überhaupt nicht voneinander trennen – nun, sie würden schon wissen, wie sie in Kontakt bleiben würden.

Ja, bis sich zuerst eine der drei Damen aus der Reisegruppe bei dem Reiseleiter am Telefon meldete und ganz verschämt mitteilte, dass sie ihre in einem Versteck in der Reisetasche verborgene Geldreserve – ungefähr 500 Euro – vermisste. Sie habe schon bei dem neuen Freund angerufen, aber komischerweise habe sich die ihr mitgeteilte Telefonnummer als nicht existent herausgestellt. Und die angegebene Adresse – Strasse und Hausnummer – gebe es auch nicht.  Ob er, der Reiseleiter, mehr Informationen über die unbekannten  Mitreisenden habe – oder zumindest über „ihren“ Begleiter. Nein, das sei leider nicht der Fall – die ihm angegebenen Namen seien das Einzige, was er von den Reisegenossen habe.

Und wie kaum anders zu erwarten  - die beiden anderen Damen riefen kurz danach ebenfalls an – bei einer der beiden Damen war neben Bargeld auch noch ein wertvolles Schmuckstück  verschwunden, und bei der dritten war neben Bargeld auch eine Kreditkarte unauffindbar – nebst PIN.

Der Reiseleiter kam zu uns, den A&B Detektiven. Ob wir eine Idee hätten, wie man die drei finden könne. Uff – das war schwierig, aber warum wolle man die denn überhaupt wiederfinden? Nun, zum Einen man wolle das „Verschwundene“ zurück bekommen – und zum Zweiten – ja, man wollte wissen, ob da vielleicht noch etwas zu „retten“ sein könnte – auf der Gefühlsebene nämlich. Alle drei Damen waren wohl betucht, und sie waren sehr, sehr verliebt gewesen…

Wir nahmen den Auftrag an. Zunächst liessen wir uns alles genau erzählen, was die drei Damen von ihren „temporären“ Liebhabern so erfahren hatten. Aber, das war nicht allzu viel. Dennoch – mit unserer Recherchier-Erfahrung und dem Wissen um die kleinen Fehler, die viele Leute bei solchen Aktivitäten dann doch machen, sind fuhren wir die Strecke noch einmal ab, die die Gruppe nach Weimar und zurück genommen hatte, und wir übernachteten in den gleichen Hotels – wir machten alles genau so, wie die Damen uns das detailliert erzählt hatten, wie ihre eigene Reise verlaufen war. Ein kleiner Glücksfall bestand darin, dass eine der Damen heimlich ein Foto von dem „Ihrigen“ geschossen hatte – als der unter der Dusche stand – und man ihn nur im Halbprofil sehen konnte – erkennen konnte man zwar nicht viel, aber es war mehr als nichts. Wir wiesen uns als beauftragte Privatdetektive aus – und damit bekommt man manchmal eine Auskunft etwas leichter. In den Hotels erinnerte man sich sehr wohl an die Imker-Gruppe, aber an die drei Männer, nach denen wir suchten, an die erinnerte sich niemand so genau – die Gruppe hatte immerhin aus 40 Personen bestanden!

Aber, in einem der Hotels, und zwar in Halle, da hatten wir Glück: die Reisegruppe war sehr spät angekommen, und der Empfangschef hatte den Gästen angeboten, die Anmeldescheine selbst in der Nacht auszufüllen, wenn sie ihm nur die Personalausweise überlassen würden. Und in einem der Meldezettel fanden wir einen Namen, den wir bisher in dieser Gruppe noch nie gehört hatten: einer der fünf Männer hatte seinen Personalausweis beim Empfang gelassen – er hatte es wohl sehr eilig, mit seinem Schatz bald allein sein zu können.  Wir nahmen die Adressdaten auf, und trotz dieser ersten Spur setzten wir unsere Recherchen fort. Wir beendeten die Reise – und es blieben die Daten dieses Personalausweises die einzigen halbwegs verwertbaren Ergebnisse unserer Rundreise.

Nun, diese Informationen aber führten uns zur Lösung des Falles: der liebeshungrige Mann, der seinen Ausweis an der Rezeption gelassen hatte, war zu Hause, als wir die angegebene Adresse aufsuchten. Wir legten uns sozusagen „auf die Lauer“, beschatteten ihn, diskret natürlich, stellten fest, wohin er so ging und fuhr – und er führte uns zu zwei anderen Männern, die beide nicht weit voneinander wohnten – und dann zeigten wir die geschossenen Fotos den drei Damen – und alle drei bestätigten: ja, das Trio waren die Männer, die sie und wir suchten.

Die Damen erstatteten Anzeige, nun, da sie die echten Namen und die Anschriften der drei Freier kannten. Und mit uns zusammen führten eines Morgens um sechs Uhr drei Polizeieinheiten gleichzeitig eine überraschende Aktion durch,  und die drei Männer wurden festgenommen.  Die drei waren seit langem gesuchte Betrüger, nur hatte es bisher an verwertbaren Beweisen gefehlt.  Aber, das war jetzt anders.

Unsere erfahrenen Ermittler, fleissige Recherche-Arbeit, Beobachten, geduldiges Abwarten und – natürlich – auch ein bisschen Glück  - das führt zum Erfolg.

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