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Die Detektei A&B Detektive | Einsatzort Wesel *

Willkommen bei der Detektei A & B

Hier sind Sie genau richtig. Unsere Teams ermitteln in sämtlichen geschäftlichen und privaten Fällen.
Die Detektive unserer Teams bestehen aus erfahrenen Ermittlern, denn "Erfahrung schafft sichere Ergebnisse". Jeder einzelne Auftrag wird ermittlungstechnisch mit den jeweils aktuellem strategisch- und technischem Ermittlungs-Know-How durchgeführt.

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Willibrordi Dom
Heresbach Denkmal
Lutherhaus  1729
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© GNU Free Documentation License

Die genaue Registrierung aller Beobachtungen ist wichtig

Kameraüberwachung im Fachgeschäft


Drei weisse Wiesel zieren das Wappen der Stadt Wesel und deuten so auf die Entstehung des Namens hin.
Wesel liegt im Westen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, nahe der Grenze zu den Niederlanden, vom Rhein durchflossen und bereits von den Römern geschätzt und mit einem Wachposten ausgerüstet – als Rom seinen unstillbaren Machtanspruch immer weiter nach Norden ausdehnte. Naturgewalten wie die Hochwasser führenden Flüsse Rhein und Lippe haben vermutlich die früheren Siedlungen gelegentlich weggespült – so dass weitere Nachweise der Besiedelung dieser Gegend erst im 8. Jahrhundert zu finden sind – Karl der Grosse führte von hier aus Feldzüge nach Norden, gegen Dänen und Sachsen. Erstaunlich aber ist, angesichts dieser Unsicherheiten bei der Schilderung historischer Ereignisse, mit welcher Genauigkeit manches selbst in diesen frühen Tagen festgehalten und überliefert wurde.

Willibrord, nach dem der grosse Dom in Wesel benannt wurde, war ein um 658 in England geborener Missionar, der von Friesland aus in Mitteleuropa missionierte. Er starb in der Stadt Echternach, in Luxemburg, und zwar in der Nacht vom 6. zum 7. November 739.  Bei dieser Angabe beeindruckt am meisten die Präzision, mit der vor beinahe 1300 Jahren Daten registriert wurden.

Eine andere Szene: man stelle sich beispielsweise einen typischen Tagesablauf im Jahre 1550 vor – Konrad Heresbach(* 1496, + 1576 in Wesel), ein Freund von Erasmus von Rotterdam, ein grosser Humanist, Prinzenerzieher am Hof des Herzogs von Jülich-Kleve-Berg, schreibt ohne Schreibmaschine und PC mehr als 30 Werke mit theologischem, pädagogischem und juristischem Inhalt – und ein Werk über den Landbau!

 

Diese kleinen Beispiele belegen deutlich, wie wichtig immer und überall genaue Dokumentationen sind – bei wissenschaftlichen Arbeiten, aber auch beim präzisen Festhalten von Beobachtungen – so auch bei unseren Ermittlern, denen von den A&B Detektiven.

Wir hatten einen Fall zu lösen, der unserem Auftraggeber lange Zeit gehöriges Kopfzerbrechen bereitet hatte. Ein grosser Fachmarkt für Farben, Lacke und allgemeinen Anstreicherbedarf  hatte sein Verkaufssystem noch immer nicht auf die elektronische Kassenverbuchung umgestellt – es lag daran, dass der Senior kurz davor stand, den Laden an den Sohn zu übertragen – und dann sollte der Sohn die Umstellung so durchführen, wie er es selber wollte. Und solange das noch nicht spruchreif war, lief alles so wie seit vielen Jahren: ein Kunde kaufte üblicherweise einige Produkte aus dem Sortiment im Laden, der Verkäufer, der den Kunden bediente, stellte die Ware auf der grossen Ablagefläche neben der Kasse ab, und dann begann er, die Teile eines nach dem anderen in das Kassenbuch einzuschreiben. Das Buch, mit einem Dreifachsatz an Papieren, davon ein Original mit zwei als Durchschreibkopien gedachten dünnen Papieren, wofür aber die uralten blauen Durchpaus-Papiere benötigt wurden, war das „heilige“ Kassenbuch. Der Kunde bekam, nachdem alles eingetragen und ausgerechnet war, die erste Durchschrift, während das Original und die andere Durchschrift im Buch verblieben. Das Original wurde später für die Steuererklärung benutzt, und die Durchschrift bekam die Sekretärin, die dann anhand der aufgeschriebenen Produkte die Warenbestände überprüfte und beim Grosshändler die erforderlichen Nachbestellungen durchführte.           

Am Ende eines jeden Monates nahm sich der Besitzer des Geschäftes die Kassenbücher vor und sah sich die Originale an – die verbliebenen Durchschriften waren inzwischen herausgetrennt worden. Die Lieferungen, die aufgrund dieser Durchschriften erfolgten, waren in der Regel viel umfangreicher als nach den Verkäufen hätte bestellt werden dürfen – das konnte er anhand der Rechnungen erkennen. Was war hier los? Es war, als würden zwei verschiedene Bestellbücher vorliegen, und wohin gingen die bestellten Mengen?  

Unsere Ermittler gingen in den Laden, gaben sich als Architekten aus, die den Laden in Hinblick auf einen möglichen Umbau beurteilen sollten, sahen sich einige Zeit den Ablauf im Laden an, beobachteten, was sie sehen wollten, und dann verabschiedeten sie sich höflich.

Mit dem Ladeninhaber, der uns beauftragt hatte,  war verabredet worden, dass wir am kommenden Wochenende einige Überwachungskameras anbringen würden – eine im Büro, über dem Arbeitsplatz der Sekretärin, und eine andere über dem Arbeitsplatz an der Kasse. So wurden die Geschäftsabläufe präzise fototechnisch festgehalten. Die Kameras waren so eingerichtet, dass auch die Eintragungen in dem Buch gelesen werden konnten.

Am darauffolgenden Wochenende, als  niemand im Laden war, bauten wir die Kameras wieder ab und sahen uns die Aufzeichnungen  an.
Die Überraschung war komplett:
die Sekretärin hatte ein separates Buch, und, was wir nicht für möglich gehalten hatten: sie hatte die Fähigkeit, die Handschriften der im Laden bedienenden Verkäufer sehr genau zu kopieren. Jeden zweiten Tag nahm sie, wenn im Laden alles ruhig war, das zweite Buch, übertrug die Seiten aus dem offiziellen Buches  mit der Handschrift des  jeweiligen Verkäufers, aber dabei fälschte sie die verkauften Mengen – die sie dann beim Grosshändler bestellte. Die zu viel gelieferten Mengen liess sie vom Fahrer des Grosshändlers zu sich nach Hause bringen – von dort verteilte aus sie die Waren in ihrem eigenen PKW an andere Farbenhändler in weit entfernten Städten.  Berechnet wurde an ihren Chef – und der bezahlte treu und redlich, weil er glaubte, dass die bestellten Mengen in Übereinstimmung mit dem im Laden getätigten Umsätzen waren.  Die aus dem „offiziellen“ Buch herausgetrennten Durchschriften, auf denen die viel geringeren Mengen registriert waren, die waren natürlich verschwunden.

Nachdem die Auswertungen der Kameras dem Ladeninhaber gezeigt worden waren, beschloss er, die Sekretärin fristlos zu entlassen und sie auf Schadenersatz zu verklagen.

Wir aber drängten darauf, dass er gleichzeitig unverzüglich das gesamte Kassensystem umstellte – wobei der Sohn diesen Teil der Modernisierung des Geschäftsablaufs als ersten Schritt zur Übernahme des Unternehmens übernehmen sollte.  

Womit sich der Kreis schliesst: die korrekte und genaue Dokumentation von  Aufzeichnungen war und ist stets von grösster Wichtigkeit – für die Zeitzeugen wie für die Nachwelt.


 

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