Detektei Wetzlar

Die A&B Detektive mit der Detektei für Wetzlar

Willkommen bei der Detektei A & B

Hier sind Sie genau richtig. Unsere Teams ermitteln in sämtlichen geschäftlichen und privaten Fällen.
Die Detektive unserer Teams bestehen aus erfahrenen Ermittlern, denn "Erfahrung schafft sichere Ergebnisse". Jeder einzelne Auftrag wird ermittlungstechnisch mit dem jeweils aktuellem strategisch- und technischem Ermittlungs-Know-How durchgeführt.


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Die Detektivgeschichte aus der Detektei Wetzlar

 

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Der Mann mit den zwei Jobs

Es lohnt sich trotzdem nicht!


Manchmal braucht es ein ganz praktisches Beispiel, um den heutigen Zeitgenossen die Notwendigkeit der „Aufklärung“, oder mit anderen Worten: die teilweise Rückständigkeit der Menschen im Mittelalter vor Augen zu führen.

Die Staufer waren eine bedeutende deutsche mittelalterliche Adelsfamilie, die zwischen 1138 und 1266 mehrere Könige und Kaiser stellten. Der berühmte „Barbarossa“ war der Staufer-Kaiser Friedrich I. (1152-1190), und ein anderer Staufer-Friedrich, der Zweite nämlich, regierte von 1212 bis 1250.  Die Kyffhäuser-Sage, nach der der beliebte Kaiser Friedrich dort im Berg sitze und irgendwann wiederkehren würde - eigenartigerweise waren sich die Leute damals nicht immer darüber klar, welcher der beiden Friedrichs gemeint war – diese Sage lebte und bewegte die Menschen damals sehr.
Im Jahre 1284 tauchte ein Mann mit Namen Dieter Holzschuh in Köln auf, der sich als der wiedergekehrte Friedrich ausgab.  Die Kölner liessen sich aber schon damals nicht so leicht „veräppeln“, sie tauchten den „Möchtegern-Kaiser“ in eine Jauchegrube und jagten ihn dann mit Schimpf und Schande aus der Stadt. Im benachbarten Neuss aber glaubte man dem Herrn, und er führte ein gutes Leben als „Kaiser Friedrich“, empfing hohe Würdenträger, verlieh Privilegien und genoss grosses Ansehen.  Schlecht erging es ihm aber, als er im Sommer 1285 nach Wetzlar weiterzog – dort wollte er sich mit dem aktuellen Herrscher, König Rudolf von Habsburg, treffen und mit ihm um die Macht streiten. Die Wetzlarer aber nahmen Herrn Holzschuh fest, und der Hochstapler wurde am 7. Juli 1285 als Ketzer verbrannt.

Na ja, Justiz im Jahre 1285...

Der tiefe Aberglauben, dem die Leute damals anhingen,  ignorierte im Jahre 1285, dass der echte Kaiser Friedrich II. bereits im Jahre 1250 gestorben war – nun, das richtige Geschichtsbewusstsein war schon immer ein kritischer Faktor in der Wahrnehmung der Menschen, und das hat sich bis heute nicht sehr geändert.

Mancher Auftrag, den die A&B Detektive zu lösen bekommen, hat auch damit zu tun, dass einige Zeitgenossen der Ansicht zu sein scheinen,  sich nicht an bestehende Regeln halten zu müssen - ob man das Ignoranz oder mangelndes Unrechtsbewusstsein nennen soll – beides liegt meistens ganz nah beieinander.  

Norbert S. hatte ein Händchen für alles, was mit moderner Technik und mit Medien zu tun hatte – sei es der Fernseher, der Videorecorder, die Satellitenanlage auf dem Dach oder auf dem Balkon – oder am Wohnwagen – Norbert brachte alles ans Laufen. Aber er kannte sich auch mit PCs aus und war ein viel begehrter Problemlöser, wenn ein neuer PC eingerichtet werden musste, wenn eine Störung oder ein durch Fehlbedienung entstandener Absturz zu beheben war. Sein manchmal recht uncharmant geäusserter Grund für die meisten Probleme lautete: „in 99% aller Fälle liegt das Problem zwischen den Ohren des Bedieners“ – womit er die fehlende technische Intelligenz seiner meist älterer Kunden am PC meinte.
Es war also nicht verwunderlich, dass Norbert in einem Fachgeschäft für PCs und verwandte Produkte arbeitete, und er brachte durch sein kompetentes Auftreten so manchen Kunden dazu, den durchaus höheren Preis für die Produkte in „seinem“ Laden zu bezahlen – der preiswerte Discounter hatte oft das Nachsehen.   

Sein Chef, Herr F., wusste, dass Norbert sich so manchen Schein nach Feierabend hinzu verdiente, und so lange er durch den Verkauf der Produkte seinen Laden am Laufen hielt, war ihm das durchaus Recht, wenn Norbert den Kunden half.
War das Schwarzarbeit? Ja, selbstverständlich war das Schwarzarbeit!

Aber seit einigen Wochen häuften sich die Tage, an denen Norbert nicht mehr regelmässig zur Arbeit erschien, er war häufig krank, obwohl er eigentlich ein kerngesunder junger Mann war. Anfangs liess Herr F. das durchgehen, aber als er einige Male seinen Mitarbeiter Norbert S. zu einem Kunden am Telefon sagen hörte: „Also dann, bis morgen!“ – und als dieser Mitarbeiter Norbert S. sich dann am anderen Tag krank meldete, da war die Geduld von Herrn F. zu Ende. Er rief uns zu sich und erteilte uns den Auftrag herauszufinden, ob sein Mitarbeiter Norbert S. tatsächlich zu Hause war, ob er zum Arzt ging oder ob er etwas anderes tat, wenn er sich wieder mal krank gemeldet hatte. Das war natürlich ein etwas komplizierter Auftrag – woher wussten wir denn, wann Norbert S. krank werden würde? Also kontrollierten wir ihn über einige Tage und schauten mal genauer hin, wenn er morgens sein Haus verliess.  Wenn er in sein eigenes Unternehmen fuhr – gut, dann brachen wir unsere Überwachung ab.  Sobald er aber woanders hin fuhr, dann hängten wir uns an seine Fersen. Wir blieben mit seinem Chef, Herrn F., im Kontakt – und bereits am dritten Tag wurde die Überwachung konkret: Norbert hatte sich telefonisch krank gemeldet, er war aber weder bei einem Arzt gewesen noch hatte er den Anschein erweckt, dass es ihm schlecht ging: wir waren ihm gefolgt, als er zu einem Wettbewerber fuhr, wo er Bauteile und Zubehör für Computer einkaufte. So ein Dummkopf – er lieferte sich selbst frei Haus ans Messer! Danach fuhr er in den Nachbarort, wo er in einem Haus verschwand, in dem eine Grosshandelsfirma für Im- und Exportgeschäfte ansässig war. Dort blieb er bis zum späten Nachmittag, dann  kam er heraus und fuhr auf direktem Weg zu seiner Privatwohnung. Am nächsten Tag ging es ganz genau so – Einkauf von Computermaterial beim Zubehörladen und sodann weiter zum Import-Exportunternehmen.  Wir hatten noch ein paar Tage, an denen wir den armen und kranken Norbert S. beobachteten, wie er offenbar in diesem Unternehmen irgendwelche Dienstleistungen durchführte.  Nach insgesamt vier Tagen war er vermutlich fertig – denn er fuhr wieder zu seinem eigenen Unternehmen, wo er sich nach „überstandener Krankheit“ als gesund zurück meldete. 
Wir hatten inzwischen Kontakt mit dem Import-Export-Unternehmen aufgenommen, wo wir mit offenen Karten spielten: wir fragten den Chef dieser Firma, was Herr S. denn in seinem Unternehmen die letzten vier Tage getan habe. Nach einigem Staunen rückte der Geschäftsmann mit Details heraus: er war der Ansicht gewesen, dass Norbert S. eine eigene Firma betrieb, die sich mit der Einrichtung von Computernetzwerken befasste, und unter dieser Annahme hatte er ihm den Auftrag erteilt, sein neues PC-System einzurichten. Norbert hatte den Auftrag angenommen – und er hatte mit keinem einzigen Wort mitgeteilt, dass er in Wirklichkeit Angestellter in einem anderen Geschäft war, er hatte im Gegenteil den Eindruck erweckt, er sei als Eine-Mann-Firma selbständig.  

Wir fassten alles zusammen und lieferten unseren Bericht an Herrn F. ab. Der suchte seinerseits – in unserer Begleitung – den Import-Export-Unternehmer auf und verschaffte sich so einen eigenen Eindruck von den Vorkommnissen mit seinem Mitarbeiter im „Fremdeinsatz“.  

Nun, Norbert S. bekam die fristlose Kündigung wegen diverser Verstösse gegen geltendes Arbeitsrecht. Und als er auch noch in Gegenwart seines Chefs  mit dem Import-Export-Auftraggeber konfrontiert wurde, war ihm auch klar, dass er den Bogen überspannt hatte: er beriet sich zwar noch mit einem Anwalt, aber der erklärte ihm unzweideutig, dass er gegen die Kündigung durch seinen Chef nichts wirklich unternehmen könne, dass ein Arbeitsrichter diese Kündigung aller Voraussicht nach bestätigen werde, und dass er sogar auch die Kosten für unseren Detektei-Einsatz zu tragen habe.

Nun, ob Norbert S. so viel zu tun haben würde, dass er von diesen Arbeiten ein ausreichendes Einkommen erwirtschaften könnte – das musste er nun als selbständiger Unternehmer herausfinden.

Sein Anwalt riet ihm, sich in einer ganz anderen Stadt niederzulassen – wo sein bisheriges unrühmliches Auftreten nicht bekannt war.

Die Konsequenzen aus seinem Fehlverhalten bedeuteten eine Menge Unannehmlichkeiten für den Computerspezialisten Norbert S., ganz zu schweigen von den finanziellen Verlusten, die er nun zu tragen hatte. 

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