Detektei Wolfenbüttel

Die A&B Detektive mit der Detektei für Wolfenbüttel

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Die Detektive unserer Teams bestehen aus erfahrenen Ermittlern, denn "Erfahrung schafft sichere Ergebnisse". Jeder einzelne Auftrag wird ermittlungstechnisch mit den jeweils aktuellem strategisch- und technischem Ermittlungs-Know-How durchgeführt.

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Die Detektei Wolfenbüttel - Detektivische Erzählungen


Historisches Wappen
Marienkirche
„Klein Venedig“
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Gute Fachleute sind selten

Künstler verhalten sich manchmal unberechenbar...


Albrecht der Entartete (1240 bis 1314) war bereits mit 17 Jahren Vater – der Sohn war Friedrich der Gebissene (1257 – 1323), den seine Mutter vor lauter Trauer und Schmerz biss, als sie vor seinem Vater davonlief und den Sohn zurücklassen musste - daher kam der Bei-Name.
Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg (1267 – 1322) – er hatte den Beinamen „der Wunderliche“ – heiratete eine Tochter von Albrecht dem Entarteten, war somit ein Schwager von Friedrich dem Gebissenen – und dieses Adelsgeschlecht  gehörte zu den Wettinern, aus diesem Adelsstamm war auch der Sachsenchef August der Starke –und alle hatten irgendwie zu tun mit Wolfenbüttel und der Gegend dort. Es gab auch Dietrich den Bedrängten – und wer die Leute gern mal alle auf einmal sehen möchte, der sehe sich den „Fürstenzug“ mitten in Dresden an, ein 102 Meter langes Fliesenband, auf dem 94 historische Personen auch aus der Zeit der Wettiner plastisch dargestellt sind.

Die damaligen Regierungschefs, die Fürsten und Mächtigen, die die vielen kleinen und grossen Grafschaften, Reiche und Herzogtümer regierten, waren teilweise absolut clevere, moderne und beeindruckende Gestalten, deren Namen und Titel uns heute zwar manchmal zum Schmunzeln bringen – aber ohne deren weitsichtige Förderung von Wissenschaft, Kultur, Handwerk und Kunst nicht das erreicht worden wäre, was wir heute weltweit als „state of the art“ erleben – und zwar weltweit! Die Wurzeln zu den Forschungsdisziplinen lagen sehr stark im guten alten Europa, und zu grossen Teilen genau in diesen kleinen Grafschaften, Reichen und Herzogtümern.  

In einem der besonders beliebten Restaurants am Ort war der Küchenchef stinke sauer. Der Besitzer war sehr erfolgreich beim Verkauf von grossen Familienfeiern, die in dem gemütlichen Haus durchgeführt wurden, und einen ganz besonders grossen Anteil an dem Erfolg hatte der Speiseplan, den der weit gereiste Küchenchef zusammengestellt hatte.

Er stammte aus Paris, hiess Dominique und hatte nicht nur in Frankreich gearbeitet, sondern war auch mal für einige Zeit in Australien gewesen – dort hatte er als Koch in Sidney im Restaurant „Bismark“ gearbeitet – richtig: „Bismark“, mit „k“, ohne „c“.  Das „Bismark“ war ein Spitzenrestaurant, und davon hatte Dominique massiv profitiert. So, nun war er in Niedersachsen, hatte die Leitung des Restaurants übernommen und hatte sich als Chefkoch den tüchtigen Hans-Gerd geholt.

„Ha-Ge“ – so wollte der am liebsten genannt werden, so wurde er auch meistens genannt – wenn er denn da war. Aber – er war einfach nicht da, er war nicht aus dem Jahresurlaub zurückgekehrt, er kam nicht zur Arbeit, er tat seine Pflicht nicht – und er liess alle Kollegen im Stich. Nun, er war Junggeselle, hatte keine Familie, für die er sich verantwortlich fühlen musste, von daher…
Sein Chef hoffte und hoffte – deshalb kündigte er ihm nicht, denn Ha-Ge war als Koch unglaublich tüchtig. 

Es ging um ein neues Geschäftskonzept, das der Restaurantbesitzer entwickelt hatte und das jetzt vermarktet werden sollte. Man wollte das Geschäft ausweiten und plante, zusätzlich ein Spitzen-Catering ausser Haus anzubieten.
Dazu aber brauchte man eine absolut zuverlässige Truppe. Und eine Schlüsselrolle fiel Ha-Ge dabei zu.
Ha-Ge rauswerfen, wenn er nicht wieder zuverlässig würde – das wollte der Chef vermeiden, so lang es möglich war – lieber war ihm, Ha-Ge zu treffen und ihn neu zu „vergattern“, und den Grund für seine Unzuverlässigkeit zu herauszufinden. Denn er arbeitete eigentlich sehr gern mit Ha-Ge zusammen. 

Der Restaurantbesitzer rief uns an und fragte nach unserer Meinung.
Es ging darum, den unzuverlässigen Koch zu finden, ihn aber möglichst eine Zeit lang zu beobachten, um zu ermitteln, ob man wohl mit ihm weiter arbeiten könnte, und ob er noch zurückzuholen wäre.
Also, wir hatten den Auftrag verstanden, den uns der Restaurantbesitzer gab.

Die gute alte Ermittlerarbeit fing also wieder an. Beobachten, fotografieren, nochmal beobachten, und weiter prüfen. Dann aber hatten wir allmählich ein rundes Bild.

Ha-Ge hatte aus Gefälligkeit unter der Hand einen zweiten Job angefangen, er wollte einem alten Kumpel aus einem Engpass heraushelfen und hatte dafür einen Teil seines Urlaubs genommen. In diesem Restaurant aber gab es ein „blondes Gift“ – die Frau des Besitzers. In die hatte er sich verknallt, und die Dame hatte ihm schöne Augen gemacht – und  wie sie manchmal so sind, die Damen, spielte sie ein doppeltes Spiel. Ihr Mann wusste nichts davon, der war entweder blind oder völlig desinteressiert.  Nur – vermutlich hatte die Dame keine Ahnung, was sie mit diesem Spiel mit dem Feuer anstellte, das sie mit Ha-Ge veranstaltete.

Unser Auftraggeber hatte uns gebeten, ein erstes Gespräch mit Ha-Ge zu führen. Wir gaben uns also bei ihm zu erkennen und fragten ihn, ob er sich vorstellen könnte, seinen eigentlichen Arbeitsplatz aufzugeben.
Er war total verdattert, als wir ihn so gerade heraus fragten – nein, nein – wie wir denn wohl denn auf diese Idee kämen…?  Ihm war bisher nicht bewusst gewesen, dass er in grosser Gefahr war, seinen Job zu verlieren, und dass er von riesigem Glück sprechen konnte, dass sein Chef sich so viel Mühe mit ihm gab.

Ihm war inzwischen wohl klar geworden, dass seine Amoure keine echte Zukunft hatte, und dass er – vor die Wahl gestellt – sich entscheiden müsste: sein guter Job oder eine höchst ungewisse Verliebtheit. Und er gab zu, dass er inzwischen sogar ein wenig Angst vor dem Gespräch mit seinem Chef hatte – ob wir ihm denn dabei helfen könnten?

Wir gingen also zusammen mit Ha-Ge zum „seinem“ Restaurant.

Bevor aber der Küchenchef Dominique und der Restaurantbesitzer mit Ha-Ge zu sprechen begannen, führten wir ein Abschlussgespräch mit dem Kunden. Insbesondere der französische  Chef war nicht so bewandert in deutschem Arbeitsrecht, und er war froh über die Diskussion und Informationen, die er auf diesem Wege bekam. Wir erklärten beiden Herren, wie ein wirklich strenger Chef auf das  Verhalten des Kochs auch hätte reagieren können: fristlose Entlassung und die Ausstellung eines entsprechend unerfreulichen Zeugnisses – denn einen wichtigen Effekt übersehen diese jungen und unerfahrenen Leute sehr oft: wenn das Zeugnis mal ausgestellt ist und dann keine Lobeshymnen enthält, kann das für den späteren Lebensweg einen wirklichen Stolperstein darstellen! Dann wäre das „Heulen und Zähneklappern“ gross – aber dann wäre es zu spät, das zu ändern.

Ja, das würden die beiden Herren ihrem reumütigen Sünder, der draussen auf das Gespräch wartete, in geeigneter Weise beizubringen wissen….

Wenige Tage später sahen wir in den Werbemedien der Stadt eine gross aufgemachte Ankündigung, aus der hervorging, dass das beliebte Restaurant ein neues Geschäftsmodell bekannt machte: Catering auch ausserhalb.

Daraus konnten wir schliessen, dass Ha-Ge wieder in Gnaden aufgenommen worden war.

Also: Ende gut, alles gut!


 

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