Klebeband

Ist oft ein Streifen aus Papier, Gewebe, Metall, Kunststoff o.ä., der auf einer Seite mit Klebstoff beschichtet ist. Besonderen Einsatz finden heute sogenannte Selbstkleber, da sie durch Druck auf Unterlagen haften und von glatten Oberflächen rückstandslos abziehbar sind. In der Kriminalistik findet das transparente Klebeband seit Jahren Anwendung bei der Sicherung von Spuren. In den 60er Jahren führte das Schweizer Frei-Sulzer die Sicherung von Textilien und anderen Mikrospurenmaterials über das Klebeband ein. Nach anfänglichen Vorbehalten gilt diese Methode der zerstörungsfreien und umfassenden Mikrospurensicherung heute als allgemein anerkannt. Die Vorteile sind, dass es ein sicherer Schutz vor der Vernichtung oder Verfälschung von Spuren ist, schnelles und problemloses Sichern von Spuren, Erfassen von Spurenmaterial, welches z.B. wegen fehlenden Kontrastes zum Untergrund nicht wahrnehmbar ist.
Die Nachteile sind, dass mit  einem zu starken haftwirkenden Klebeband Oberflächen beschädigt werden können, mit einem zu schwachen haftwirkenden Klebeband könnte es zu einem unvollständige Erfassung des Spurenmaterial kommen, Schwierigkeiten bei der Herauslösung von Einzelspuren, Analyseverfälschung durch Klebstoffreste, gelegentliches Aus laugen von Farbstoffen z.B. bei Textilspuren, Vergilben und Eintrüben des transparenten Bandes.

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