WerksspionagePerfide Fälle von Werksspionage Der Betriebsrat war in zwei Lager gespalten: die Diskussion über die Einstellung dieses Dr.-Ing. M. als neuen Leiter der Entwicklungsabteilung nahm schon zwei Stunden der Sitzungszeit in Anspruch. Was war passiert?
Der alte Entwicklungschef war mit fast 68 Jahren endlich in den Ruhestand gegangen, und der Firmeninhaber, der im Prinzip keine Entscheidung aus der Hand gab, hatte, trotz der immer wieder vorgetragenen Erinnerungen der Personalchefin, nichts unternommen, um eine geeignete Nachfolger-Persönlichkeit einzustellen und aufzubauen. Es gab Ketzer im Betrieb, die ihm nachsagten, er wolle das zweite Gehalt, welches nun angefallen wäre, wenn der alte und der neue R&D-Chef gleichzeitig in der Firma gewesen wären, einfach einsparen… Vermutlich hatten diese Lästermäuler sogar Recht!
Die Firma – wir wollen keine Namen nennen – war seit zwei Generationen im Familienbesitz. Großvater Franz war ein tüchtiger Chemiker gewesen, und er hatte an Kunststoffen herumgeforscht. Es war ihm ein tolles Patent gelungen. Vater Boris war kein Geschäftsmann, er war Schäfer geworden, hatte Null Bock auf Chemie. Nun war der Enkel Dr. Felix der Chef, eben jener, der offenbar keine Ahnung davon zu haben scheint, wie schwer sich ein hi-tech-Betrieb ohne R&D-Spitze tut, besonders wenn man im Luft- und Raumfahrtbereich einen guten Namen hat … Auf schleichenden Pfoten kommt die WerksspionageUnd plötzlich kommt der quirlige Dr. Felix – wie ihn alle nennen – und erzählt, beim Golfen am letzten Samstag sei der gefürchtete R&D-Chef des bestgefürchteten Wettbewerbers, Dr. M., zu ihm gekommen und hätte ihm offen angeboten, in seinen Betrieb und zu ihm zu wechseln, denn der eigene Betrieb hätte ihm die Kündigung in Aussicht gestellt. Dr. Felix war schier aus dem Häuschen – so eine Chance, den Top-Mann von der Konkurrenz zu kriegen…!
Und deshalb war der Betriebsrat gespalten: 4 der 9 Leute wollten den Neuen nicht, sie hatten Angst, dass da was nicht sauber sein könnte. 4 andere wollten unbedingt, dass Dr. M. sofort eingestellt werden sollte, nur der Betriebsratsvorsitzende konnte - wie üblich – keine eigene Meinung finden – er hasste Patt-Situationen, wo seine eigene Stimme den Ausschlag hätte geben müssen. Die Gegner wurden allmählich knurrig und grimmig, und es war keine Einigung in Sicht. Da bot der Betriebsratsvorsitzende an, die A&B-Detektei einzuschalten – und es sollte sich als eine verdammt gute Idee erweisen.
Die Leute von der A&B Detektei gingen den offenen Fragen vorsichtig nach und nahmen die Situation diskret unter die Lupe. Etwas Unglaubliches kam dabei heraus: der angebliche Rauswurf des Dr. M. war eine Finte, und es sollte tatsächlich so aussehen, als wäre ernsthafter Streit zwischen Dr. M. und seiner Firma ausgebrochen. In Wirklichkeit sollte Dr. M. ganz unverhohlen Werksspionage in der Firma von Dr. Felix betreiben. Gesichter der WerksspionageNiemand hatte allerdings erwartet, dass es derart plump eingefädelt werden würde. Aber der Firma von Dr. M. stand das Wasser am Hals, und sie wollten auf diesem Wege mit der Brechstange das know-how vom Wettbewerb, der Firma von Dr. Felix, stehlen!
Wir konnten also diesmal etwas verhindern helfen, bevor ein Schaden entstand. Solche Situationen aber können auch ganz anders verlaufen: wenn der Eindringling erfolgreich war und von arglosen Personalleuten eingestellt wurde – dann ist der Schaden bereits groß.
Wir können nur sehr laut und deutlich warnen vor den vermeintlichen „Glücksfällen“ dieser Art! Häufig sind es die Unerfahrenen, die voller Euphorie blind werden können. Kommen Sie zur Analyse solcher „Glücksfälle“ ruhig vorher zu uns – verlassen Sie sich bitte nicht nur auf Ihr „Bauchgefühl“, es ist einfach zu gefährlich wenn Werksspionage im Spiel ist – und es kann sehr teuer werden! Zögern Sie nicht und melden sich gern und unverbindlich bei uns. |