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      Chromatographie in der Kriminalistik

      1. Definition

      Eine Chromatographie ist eine Bezeichnung für verschiedene physikalisch-chemische Methoden der Stofftrennung.

      Viele Probleme und kriminalistische Fragen durch kriminalistische Maßnahmen zu einer einheitlichen Lösung geführt. So wurden Formen und Methoden für die gesamte deutsche Kriminalpolizei entwickelt, die gegen Verbrechnungsbekämpfung eingesetzt werden. Dadurch wird die Bearbeitung von Vermisstenanzeigen, Rauschgift- und Falschgelddelikten vereinfacht.

      2. Verfahren der Chromatographie

      Der Begriff Chromatographie kommt aus dem griechischen. Er bedeutet die analytischen Methoden zur Trennung von chemischen Stoffen. Gemeint sind damit besonders solche, die chemisch ähnlich und daher oft sehr schwer zu trennen sind.

      Der Name Chromatographie geht auf den russischen Botaniker M. S. Zwet zurück. Dieser extrahierte grüne Blätter mit Azeton. Dann ließ er die Lösung durch ein Rohr mit einer Säule aus fein gepulvertem Zucker fließen. An der Säule erhielt er dann grüne und gelbe Zonen der getrennten Blattfarbstoffe. Insbesondere waren dieses Chlorophyll a und b, Carotin und Xanthophyll.

      Diese Methode der Chromatographie wird auch als Säulen- Chromatographie bezeichnet. Meist werden Säulen aus Aluminiumoxyd, Calciumcarbonat, Silicagel, Zellulose und so weiter verwendet.

      Moderne Variante der Dünnschichtchromatographie

      Eine moderne Variante mit weiter reichenden Möglichkeiten ist die Dünnschicht-Chromatographie. Bei dieser werden anstelle von Säulen dünne Schichten der erwähnten Stoffe auf Trägerplatten, die meist aus Glas sind, verwendet.

      Mit Streifen oder Bögen aus speziellem Filtrier-Papier arbeitet die Papierchromatographie. Die Arbeitsmethode entspricht jener der Dünnschicht-Chromatographie. Die Papierchromatographie wurde 1944 von Consden, Gordon und Martin entwickelt. Das Verfahren selber war aber schon seit 1850 durch F. Runge bekannt.

      Die Papier- und die Dünnschichtchromatographie arbeiten mit Mengen unter 0,1 mg je Verbindung. Doch sind auch chromatographische Verfahren im halbtechnischen Maßstab entwickelt worden.

      Gas-Chromatographie

      Ein spezielles Verfahren ist die 1952 von James und Martin entwickelte Gas-Chromatographie. Diese verwendet an Stelle eines Lösungsmittels ein inertes Trägergas. Das führt die zu untersuchenden leicht flüchtigen Stoffgemische, zum Beispiel Erdölfraktionen, durch die Säule. Am Ausgang der Apparatur erscheinen nacheinander die einzelnen Stoffe, die dann mit physikalischen Methoden nachgewiesen werden.

      Alle chromatographischen Verfahren beruhen darauf, dass die zu untersuchenden Substanzgemische zwischen einer stationären – also unbeweglichen – und einer mobilen – also beweglichen – Phase durch Adsorptions-, Verteilungs- oder Austauschkräfte mehr oder minder aufgeteilt werden.

      Einsatzfeld Kriminalistik

      Weil die hier beschriebenen Verfahren geeignet sind, auch mit geringen Materialien klare Belege zu erlangen, ist der Einsatz aus der Kriminalistik nicht wegzudenken. Darum arbeiten die entsprechenden Labore der Landeskriminalämter immer wieder mit dieser Methode. Eine Detektei hingegen wird in ihren typischen Einsatzfeldern kaum mit dieser Form der Untersuchung in Berührung kommen. Detektive sind zwar auch im kriminalistischen Sektor aktiv, wohl extrem selten aber in der hier beschriebenen Form.

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