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      Detektei warnt vor Betrügern im Internet.

      Vorsicht: Liebesbetrüger im Internet

      Täglich aufs Neue wenden sich Menschen mit bösen Absichten im Internet an andere Personen. Die Absicht dahinter: durch einen gezielten Betrug das Geld der Opfer zu erschleichen. Dieses Phänomen des Internetbetruges wird auch Vorschussbetrug, Liebesbetrug oder nach dem englischen Vorbild Love Scamming genannt.

      Zumeist sind es afrikanische Banden, die sich als gutsituierte Engländer oder Amerikaner ausgeben und auf der Suche nach einer deutschen Frau sind. Über alle denkbaren Plattformen werden wahllos Frauen unterschiedlichster Altersstufen angeschrieben. Diesen Frauen werden schon nach kurzer Zeit mit Liebesschwüren umgarnt. Der Betrüger schleicht sich in das Vertrauen und wird durch ständige Nachrichten bald fester Bestandteil des täglichen Lebens der Opfer. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem der Betrüger Geld benötigt. Hierfür gibt es vielfältige Gründe, die oft dramatisch dargestellt werden. Hat das Opfer per Western Union einmal gezahlt, geht die Masche weiter.

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      Wir haben an dieser Stelle die Erlebnisse einer Kundin aufgeführt, die die nachstehenden Fakten mit ihren eigenen Worten beschreibt. Dieser Bericht ist exemplarisch für das Vorgehen der Betrüger.

      Vorgehensweise der Liebesbetrüger – ein wahrer Bericht eines Opfers

      Ich lernte einen 45 Jahre alten Mann mit dem Profilnamen Markrow in dem Messenger Jaumo kennen Er gab an, gerade geschäftlich in Frankfurt zu sein, aber am nächsten Tag wieder nach Hause, nach Leeds, fliegen zu müssen. Wir schrieben über Whats App etwa 2 Wochen jeden Tag miteinander. Er gab an, geschieden zu sein. Seine Frau habe ihn betrogen und er habe eine kleine Tochter. Er schickte mir Bilder. Ein Videotelefonat funktioniere nicht, da die Kamera kaputt sei.

      Wir telefonierten etwa alle 2 Tage miteinander; auch über Whats App. Er hatte eine britische Mobilnummer. Er erzählte mir, dass er Bauingenieur sei und für etwa 6 – 8 Wochen nach Malaysia fliege. Anschließen wolle er nach Frankfurt kommen und für eine gewisse Zeit bei mir bleiben. Er fragte sogar, ob seine Tochter uns besuchen könne, wogegen ich nichts hatte. All die Zeit hörte und las ich zuckersüße Worte, sogar ein Video (Bilderpräsentation von Bildern, die ich schon kannte, mit Musik hinterlegt in schlechter Qualität) schickte er mir. Ich hatte von Tag zu Tag immer mehr das Gefühl, dass der Mann perfekt war. Er sagte all das, was eine Frau hören wollte.

      Er bat gleich zu Beginn darum, mich von der Single Plattform abzumelden, was ich zunächst auch tat. Jedoch machte ich mir ein neues Profil und „erwischte“ ihn, dabei wie er selber dort noch aktiv war. Er sprach von Beginn an täglich von Vertrauen. Dann erzählte er von einer gemeinsamen Zukunft, ein gemeinsames Zusammenleben, Heiraten, Familie usw.

      Probleme mit der Kreditkarte in Malaysia

      Als er dann angeblich in Malaysia ankam, hatte er Probleme mit seiner Kreditkarte. Ich hatte ja irgendwie schon darauf gewartet, denn vor seinem Abflug sagte er mir, er habe Probleme mit der Bank, aber er kläre das noch. Er wusste nicht, was er tun solle, denn er müsse das Hotel bezahlen, den Mietwagen, das Apartment, usw.

      Er fragte, ob ich ihm Geld schicken könne. Ich dachte erst, das sei ein Scherz. Er wollte 3.000,00 €. „Baby, das ist doch nicht viel. Du bekommst es mit Zinsen zurück, auch gerne das Doppelte.“ Ich sagte ihm, dass ich niemals einem Mann, den ich in meinem Leben noch nie gesehen hatte, Geld schicken würde. Ich sei doch nicht verrückt.

      „Baby! Du vertraust mir nicht.“ Dann fing er an, Schuldgefühle zu schüren. Er liebe mich doch und wolle mit mir eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Klar hatte man im Vorfeld mal gesagt: „Ich vertraue Dir“, aber im Hinblick auf andere Frauen. Bei Geld jedoch hört die Freundschaft eben auf. Ich fragte ihn sogar direkt, ob er ein Scammer sei, woraufhin er fast ausrastete. Auf diese Beschuldigung meldete er sich drei Tage nicht bei mir. Dann fragte er wieder bei mir an. Er erzählte mir, dass ihm sein Freund 30.000,00 EUR schicken werde. Wohlgemerkt ein Brite in Malaysia spricht in EUR. Ich dann: „Oh prima. Super Freund. Dann kannst du ja jetzt deine Arbeit machen“. Es vergingen leider nur wenige Tage, bis die Stimmung wieder sank. Das Geld sei fast komplett aufgebraucht für die Miete des Apartments und den Leihwagen. Fast 20.000,00 € seien schon weg, Jetzt bräuchte er noch Geld für Maschinen. Die 10.000,00 €, die er noch hatte, würden nicht reichen. Ob ich ihm 2.400,00 EUR geben könne. Ich gab an, kein Geld zu haben und dass ich auch erst mal meine Rechnungen zahlen müsse. Ich vertraue ihm zwar, aber ich hätte nichts, was ich schicken könne. 50 EUR würden ihm ja auch nicht helfen.

      Wie weit geht der Betrüger?

      Ich wollte wissen, wie weit er gehen würde. Er bat mich, einen Kredit bei meiner Bank zu nehmen. Ich gab an, dass meine Bank keinen Kredit bewillige. Ich sollte meine Freundin fragen, oder meine Familie um Geld für ihn bitten. Er müsse doch seine Arbeit beenden. Seine Bank habe ein Security Problem, das es auf der ganzen Welt nicht gebe.

      Zum Schluss hatte ich einfach keine Lust mehr und habe ihm meine Wahrheit gesagt. Dass ich glaube, dass er keinen Cent von mir bekommt und dass er bestimmt nicht in Leeds wohne. Daraufhin sagte er, ich solle aufhören ihn zu beschimpfen. Wieder nur Angriffe, Verletzung und Schuldgefühlerweckung folgten. Ich stellte schließlich die Konversation ein.

      Heiratsschwindler im Internet

      Wie perfide Liebesbetrüger im Internet vorgehen, lässt sich kaum in Worte fassen. Auf der Seite www.facebook.com/heiratschwindlererkennen werden viele Methoden der Betrüger vorgestellt. Lesen Sie diese Seiten, um sich selber zu schützen.

      Unser dringender Rat: Zahlen Sie niemals an eine Person, die Sie nie gesehen haben.

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